Mit insgesamt sieben Filmbeiträgen – einem pro Monat – begleitet Team Malizia seinen Imoca-Neubau bis zum geplanten Stapellauf Ende Juni. 2027 soll dieses Boot im The Ocean Race glänzen, 2028 Boris Herrmann im dritten Vendée-Globe-Anlauf beim Solo um die Welt erfolgreich tragen.
In der jüngsten Doku-Folge wird aus ganz unterschiedlichen Perspektiven auf den Entstehungsprozess der neuen Imoca geschaut. In Teil eins hatten Boris Herrmann und Team Malizia ihre Vision für den Neubau skizziert. In Teil zwei geht es nun ab Mittwoch unter anderem darum, wie sich unterschiedliche Bewegungen auf die Leistung einer Rennyacht auswirkt.
Malizias Teamgründer Boris Herrmann, Co-Skipper Will Harris, Designer Antoine Koch, Malizia-Technikdirektor Pifou Dargnies, Verbundwerkstoffabteilungsleiter Clément Caumont und Technikberater Jesse Naimark-Rowse sind die Protagonisten, die in Folge zwei der Malizia-Serie “Born to Race” zu Wort kommen. Ihre Einschätzungen und Kommentare ergeben ein spannendes Bild davon, was und wie die künftige “Malizia 4” sein soll. Klar ist längst: Sie wird ganz anders sein als ihre Vorgängerin “Malizia – Seaexplorer”.
Wir werden versuchen, so polyvalent wie möglich zu sein.” Will Harris
In Teil zwei der Serie geht es nicht nur um das Thema Geschwindigkeit, sondern darum, wie ein Rumpf sich in welchen Bedingungen bewegt, wie er reagiert und wie auch die Bewegungen der Akteure an Bord Einfluss auf das Leistungspotenzial der Imoca bei den fordernsten Rennen wie einer Vendée Globe haben. Team Malizia beleuchtet, wie die sich ständig wandelnden Bewegungen auf See in die Design-Entscheidungen einfließen. Und Boris Herrmann ist seiner Neuen jetzt schon zugetan.
Ich liebe die aggressiven Linien. Es sieht sehr elegant aus.” Boris Herrmann
Weil Rumpfform, Struktur und auch die Gewichtsverteilung auf einem Boot enormen Einfluss darauf haben, wie ein Boot auf sich permanent verändernde Wind- und Wellenbedingungen reagiert, wie es beschleunigt und wie es sich auf seinen Foils aus dem Wasser hebt, widmet Team Malizia diesem Thema eine eigene Serienfolge.
Dabei zeigt das Team erstmals den Rumpf der Neuen, dessen Konzept Boris Herrmann “an Bord” in groben Zügen erklärt. Verraten sei an dieser Stelle eines vorab: Die komfortable Stehhöhe im großen Cockpit unter Deck der Vorgängerin “Malizia – Seaexplorer” wird es in dieser Form nicht mehr geben.
Das zweite Doku-Kapitel heißt “Performance in Motion” und wird im YouTube-Kanal von Team Malizia ausgestrahlt, der sich bei 92.800 Abonnenten schon bald der 100.000er-Marke nähert. Im laufenden Bauprozess übt sich Team Malizia im Spagat zwischen dem Streben nach der im hochkomplexen Segelsport ohnehin kaum erreichbaren Perfektion und den Kompromissen, die auf Kurs Ocean Race 2027 und Vendée Globe 2028 bei der Entstehung der Allrounderin zu schließen sind.
Genau daran arbeiten Boris Herrmann und Team Malizia intensiv. Die mit dem neuen Boot verknüpften Hoffnungen hat Boris Herrmann bereits ausgesprochen: “Mein Ziel mit diesem Boot ist es, The Ocean Race zu gewinnen und eine großartige Vendée Globe zu segeln.”
Wenn du vorankommen willst, wenn du dich verbessern willst und wenn du ein Rennen gewinnen willst, dann ist es vielleicht der wichtigste Punkt, etwas Neues zu kreieren.” Pifou Dargnies
Weil auch die Ergonomie darüber entscheidet, wie effizient die Segler ein Boot über Tage und Wochen auf See antreiben können, ist sie für Boris Herrmann und Team Malizia ebenfalls ein wichtiger Aspekt bei der Konzeption und beim Bau von “Malizia 4”. Bei ihrer Entstehung bei CDK Technologies müssen die Ideen und Pläne darüber hinaus mit den Beschränkungen und Geboten der Imoca-Klasse in Einklang gebracht werden. Die Dokumentation zeigt, wie eine stark leistungsorientierte Denkweise bei der Entwicklung einer neuen Rennyacht in ganz konkrete Entscheidungen umgesetzt wird.

Freie Reporterin Sport