Spitzenreiter Armel Le Cléac'h führt die Vendée-Flotte seit dem 3. Dezember an. Doch nun schmilzt sein Vorsprung vor dem britischen Rivalen Alex Thomson stündlich. Inzwischen hat der Bretone nur noch ein Polster von 130 Seemeilen und kämpft mit flauen Winden. Während Le Cléac'h zu Beginn des 54. Tages auf See nur mit zehn Knoten Bootsgeschwindigkeit vorankam, erreichte Thomsons "Hugo Boss" weiter östlich positioniert den doppelten Speed. Mit dem Vorteil des Jägers, welcher der zweimalige Vendée-Zweite Armel Le Cléac'h schon so oft selber war, segelt derzeit Alex Thomson rund 950 Seemeilen östlich von Buenos Aires. Er jagt den "Schakal", kann sich entsprechend der Bewegungen von Le Cléac'h positionieren und angreifen.
Vor knapp einer Woche noch hatte Thomson 800 Seemeilen Rückstand auf den führenden Le Cléac'h. Morgen könnten es bereits unter 100 Seemeilen sein, weil Le Cléac'h immer noch nach einem Ausweg aus den unzähligen sich immer neu bildenden Hochdruckgebieten sucht. Mit gut 5200 Seemeilen bis in den Zielhafen Les Sables d'Olonne ist der lange atlantische Endspurt auf dem theoretisch insgesamt 21.638 Seemeilen messenden Kurs eröffnet. Der Vorteil der östlichen Positionierung liegt aktuell bei Alex Thomson. Armel Le Cléac'h quält sich bei 39 Grad West in Richtung Norden, Thomson versucht bei 35 Grad West um Le Cléac'h und dessen Hochdruckprobleme herumzusegeln. Nicht ausgeschlossen, dass Thomson schon bald denselben Breitengrad erreicht wie Le Cléac'h. Dabei wird er dann aber östlicher positioniert sein, wenn seine Rechnung aufgeht. Ein Positionspoker mit offenem Ausgang.
Während die Top-Skipper auf diese Weise für neue Spannung in der Vendée Globe sorgen, ist der ausgeschiedene Paul Meilhat auf Tahiti angekommen und erlebte dort einen ganz besonderen, sehr versöhnlichen polynesischen Empfang. Die schönsten Szenen zeigt das Video.
Der französische "SMA"-Skipper Paul Meilhat ist nach seiner Aufgabe in Tahiti eingetroffen. Dort erwartete ihn ein Empfangskomitee der fröhlichen Art
Im Kampf um den dritten Podiumsplatz bleibt Jérémie Beyou auf "Maitre Coq" weiter auf Kurs. Der Franzose hatte am Donnerstagnachmittag zwar 1280 Seemeilen Rückstand auf die "Banque Populaire VIII" mit Armel Le Cléac'h, aber auch 700 Seemeilen Vorsprung vor dem Viertplatzierten Jean-Pierre Dick.
Hier geht es zu den aktuellen Zwischenständen.

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