Vendée GlobeArmel Le Cléac’h pokert hoch

Andreas Fritsch

 · 26.11.2012

Vendée Globe: Armel Le Cléac’h pokert hochFoto: J.M. Liot/DPPI/Vendee

Der Franzose biegt mit seiner "Banque Populaire" nach Osten und riskiert, im Hochdruckgebiet Meilen zu verlieren. Das Feld teilt sich

Die Situation ist kompliziert: Das Feld der Vendée segelt in eine Rinne zwischen zwei Hochs mit wenig Wind, die Skipper müssen sich entscheiden, wie sie deren windarmen Kern umfahren wollen. Die Optionen dafür zeichneten sich gestern bereits ab: dntweder direkt nach Osten abbiegen, dabei besteht das Risiko, zwischen die beiden Druckgebiete zu geraten, weil man ihrer Zugrichtung folgt. Aber diese Variante spart Meilen. Oder aber zwischen beiden hindurch und dann früher auf eines der nahenden Tiefdruckgebiete mit kräftigem Wind aus raumer Richtung "aufzuspringen". Der Preis für den höheren Speed ist die deutlich längere gesegelte Strecke.

Für die erste Option haben sich gestern der führende Armel Le Cléac’h und Alex Thomson ("Hugo Boss") entschieden. Der Zweitplatzierte François Gabart ("Macif") wählte die südliche Variante, wie auch der Dritte Jean-Pierre Dick ("Paprec-Virbac 3"). In der Folge verloren die Skipper, die der Südroute folgen, gestern Nacht kräftig Meilen auf den Führenden, investieren sozusagen in eine Langzeit-Strategie. Man darf gespannt sein, welche Taktik sich auszahlt. Für das weiter zurückliegende Verfolgerfeld um den Briten Mike Golding ("Gamesa") und Jean Le Cam ("Synerciel") ist das Problem weniger dramatisch, da sie durch ihren Rückstand wahrscheinlich von den beiden Hochs nicht so stark betroffen sind wie die führenden fünf Boote.

  Stand des Rennens heute MorgenFoto: J.M. Liot/DPPI/Vendee
Stand des Rennens heute Morgen

Ansonsten dominierten gestern noch die Nachwehen des Ausscheidens von Mitfavorit Vincent Riou und seiner "PRB" die Diskussion unter den Skippern. Der Franzose hatte nach einer Kollision mit einer Tonne seine Pläne aufgeben müssen, den Schaden am Bug und Wanten zu reparieren. Er schied damit aus dem Rennen aus.

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