RegattaVendée Globe: Wie Boris Herrmann den ersten Sturm erlebte

Jochen Rieker

 · 10.11.2020

Regatta: Vendée Globe: Wie Boris Herrmann den ersten Sturm erlebteFoto: Team Malizia
Boris Herrmann meldet sich von Bord seiner  "Seaexplorer – Yacht Club de Monaco"
Die vergangene Nacht hatte es für die Solo-Skipper in sich. Hier berichtet der Hamburger, wie er durchkam und beantwortet Fragen unserer Leser zur Vendée Globe

Fünf Meter hohe See, über 40 Knoten in Böen – nicht immer treffen Wettervorhersagen genau ein. Und vermutlich wären alle 32 Solisten, die durch die erste stürmische Kaltfront der diesjährigen Vendée Globe mussten, für eine Abweichung nach unten dankbar gewesen. Doch es kam, wie prognostiziert. Und die Schadensbilanz ist ein trauriger Beleg dafür.

Boris Herrmann auf seiner "Seaexporer – Yacht Club de Monaco" bestand den ersten echten Härtetest des Rennens im herbstlichen Nordatlantik vergleichsweise sehr gut. Bis auf die Schot seiner Genua 3 (im Imoca-Jargon "J3" für "Jib3" genannt) und der Bedienleine eines Fallenschlosses fürs Backstag blieb alles heil.

Heute Nachmittag nun, im deutlich nachlassenden Wind nach der Front, kam er dazu, die Fragen zu beantworten, die uns über Instagram erreichten. Hier zunächst die Fragen, darunter die Sprachdateien mit Boris' Antworten.

Sailor_1.0 fragt:
Wie sieht die Tagesroutine aus – bzw. gibt es das überhaupt?

Saandy.cc:
Kommt dir die Kiste nicht auch manchmal "zu" schnell vor?

felix_brauckmann würde gern wissen:
Wie oft geht man duschen?

Pumbasoetebier fragt:
Wie sieht dein taktischer Plan für die nächsten 12-24h aus?

Klicken Sie auf den "Play-Button", um die Antworten zu hören

Fly 245:
Ist am Boot schon was kaputt gegangen?

crk0405:
Bist du bislang zufrieden?

Janne 346:
Wieviel Stunden Schlaf hattest du bisher?

Marcel.rist:
Wird es zwischendurch nicht mal langweilig?

Sebi1987:
Wann übernimmst du wieder die Führung?

Eine Frage haben wir heute Früh noch nachgeschoben: Wie der 39-Jährige den Ruderbruch an Bord von Jérémie Beyous "Charal" einschätzt:

Artikel teilen:
Jochen Rieker

Jochen Rieker

Herausgeber YACHT

Aufgewachsen in Süddeutschland, hat Jochen Rieker das Segeln auf Bodensee, Ammersee und Starnberger See gelernt. Zunächst war er auf Pirat, H-Jolle und Tempest unterwegs, später auf Hobie Cat, A Cat und Dart 16. Aber wie das so ist: Je weiter entfernt das Meer, desto größer die Leidenschaft danach. Inspiriert durch die Bücher von Bobby Schenk und Wilfried Erdmann, folgte in den 90ern der erste Dickschifftörn im Ionischen Meer auf einer Carter 30, damals noch ohne Segelschein. Danach war’s um ihn geschehen. Als YACHT-Kaleu und Jury-Vorsitzender des European Yacht of the Year Award hat Rieker in den vergangenen mehr als 25 Jahren gut 500 Boote getestet. Sein eigenes, ein 36-Fuß-Racer/Cruiser, lag zuletzt in der Adria. Diesen Sommer verholt er es an die Schlei, wo er inzwischen lebt.

Meistgelesen in der Rubrik Regatta