RegattaVendée Globe: Vollzeug oder Bremse? Was soll Boris machen?

Lars Bolle

 · 20.01.2021

Regatta: Vendée Globe: Vollzeug oder Bremse? Was soll Boris machen?Foto: Yvan Zedda/Alea/VG2020

Boris Herrmann liegt im virtuellen Ranking auf Platz zwei; eine Podiumsplatzierung scheint sicher. Soll er volles Risiko gehen und auf Sieg segeln? Umfrage ...

Rund 2.200 Seemeilen vor dem Ziel trennen Boris Herrmann nur noch knapp 100 Seemeilen vom führenden Charlie Dalin ("Apivia"). Sieben Tage bis zum Ziel werden prognostiziert. Rund 14 Seemeilen müsste Herrmann also pro Tag aufholen, alles sehr grob gerechnet. Das scheint in Anbetracht der Verfassung von Boot und Skipper nicht unmöglich, wir berichteten mehrfach darüber.

Doch die letzte Rennwoche hält noch viel bereit, unter anderem viele Halsen auf dem Weg nach Norden. Also auch viele Gelegenheiten, in einem Manöver einen Fehler zu machen und das Material zu zerstören oder aber das Boot insgesamt zu hart ranzunehmen, was auch zu Bruch führen könnte.

Eine schwierige Entscheidung für Herrmann. Einerseits winkt ein fast sicherer Podiumsplatz, sogar der Sieg scheint möglich. Das wäre eine Sensation. Andererseits war es immer sein Ziel, in erster Linie das Rennen zu beenden. Er ist der erste deutsche Teilnehmer und würde sich mit dem bloßen Erreichen der Ziellinie nicht nur in der deutschen Segelsportgeschichte verewigen.

Alles oder nichts also? Oder lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach?

Wie soll sich Boris Ihrer Meinung nach in der letzten Rennwoche verhalten?

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