Das Drama der Nacht hat ein vielleicht noch versöhnliches Ende genommen – Boris Herrmann ist im Ziel. Damit verwirklichte der Hamburger sich seinen größten seglerischen Traum: die Teilnahme an der Vendée Globe, das Ankommen im Ziel.
Unter den besten fünf war sein Ziel, ein schon sehr ehrgeiziges. Dass es bis zuletzt sogar ein Sieg hätte werden können, hat wohl niemand erwartet, er selbst am allerwenigsten. Ein Crash mit einem Fischtrawler nur 100 Seemeilen vor dem Ziel verhinderte diese Sensation.
Wobei auch allein sein Ankommen, sein derzeitiger Platz vier, eine solche sind. Erstmals hat ein Deutscher überhaupt teilgenommen, dann auch noch das Ziel erreicht, dazu in der Spitzengruppe – eine gigantische sportliche Leistung.
Etwas zittern muss Boris jedoch noch um Platz vier: Jean Le Cam kann ihn mit seiner gewaltigen Zeitgutschrift von 16 Stunden noch von diesem Platz verdrängen. Platz fünf ist Boris aber sicher.
DIE PODIUMSPLÄTZE DER 9. VENDÉE GLOBE

Chefredakteur Digital