"Malizia – Seaxeplorer"Virtueller Rundgang durch Boris Herrmanns neuen Imoca 60

"Malizia – Seaxeplorer": Virtueller Rundgang durch Boris Herrmanns neuen Imoca 60Foto: Yann Riou - polaRYSE

Das Team um Offshore-Segler Boris Herrmann veranstaltet morgen eine virtuelle Live-Tour durch die neue Rennmaschine für Ocean Race und Vendée Globe

Vergangene Woche wurde der neue Imoca 60 von Boris Herrmann erstmals zu Wasser gelassen und der Öffentlichkeit vorgestellt. Jetzt lädt der deutsche Offshore-Profi gemeinsam mit seinem Team zu einem virtuellen Rundgang. Dazu wird er morgen um 18 Uhr gemeinsam mit seinen Co-Skippern Will Harris und Rosalin Kuiper durch die Rennyacht führen.

Die einstündige Tour soll live auf dem Instagram-Kanal von Team Malizia zu sehen sein. Teamdirektorin Holly Cova wird Fragen entgegennehmen und den Rundgang moderieren. Wer den Livestream verpasst oder kein Profil auf Instagram hat, kann sich die Tour dennoch im Nachhinein frei zugänglich auf Youtube ansehen.

Auch die Erstwasserung der neuen "Malizia – Seaexplorer" konnte letzte Woche live mitverfolgt werden. Schnell war klar, dass sich das Design von der Konkurrenz abhebt. Der Rumpf ist relativ einzigartig. Er ragt hoch übers Wasser; der Freibord ist besonders achtern gut 40 Zentimeter höher als bei Booten der vorigen Generation – und das, obwohl er einen negativen Deckssprung aufweist, vorn und achtern also sichtbar abfällt.

  Auch der Mast steht schon. Bevor allerdings erstmals gesegelt werden kann, stehen noch einige kleinere Arbeiten am Boot an.Foto: Yann Riou - polaRYSE
Auch der Mast steht schon. Bevor allerdings erstmals gesegelt werden kann, stehen noch einige kleinere Arbeiten am Boot an.

Noch signifikanter sind die Unterschiede freilich im Unterwasserschiff. Boris' Boot ist von Beginn an neu gedacht worden, "out of the box", wie die britische Imoca-Skipperin Samantha Davies bei einem Kurzbesuch am Dock betonte.

Es hat mehr Kielsprung als jedes andere Boot der Klasse. Was andere mutig nennen, bezeichnet Herrmann als "nur folgerichtig". Die Überzeugung dafür gewann er im Südmeer, als er die alte "Malizia" bei Schwerwetter nie ausfahren konnte, sondern stets verlangsamen musste, um nicht andauernd von den Foils zu fallen und in den Rücken vorauslaufender Wellen zu krachen.

Wer das Boot mit eigenen Augen sehen will und den weiten Weg nach Lorient scheut, sollte sich den 6. und 7. September im Kalender markieren. Dann gibt Boris Herrmann seiner Heimatstadt die Ehre. Die offizielle Taufe findet an der Elbe statt, samt attraktivem Rahmenprogramm.

Die Highlights vom Launch der neuen "Malizia – Seaexplorer"

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