Die Flottenteilung hat sich wie angekündigt vollzogen, und nach der Raserei der vergangenen Woche ist nun clevere Taktik gefragt. Groupama, Puma und Abu Dhabi wählten die offene, direkte Route im Osten, während Telefonica und der Rest versuchen, sich durch die riffverseuchten Gewässer der Solomonen zu mogeln. Dabei werden die Boote allerdings auch mit einem anderen Tidenzyklus (nur einmal pro Tag) und den zum Teil beträchtlichen Windschatten der bis zu 2000 Meter hohen Vulkane zu kämpfen haben.
Wer am Schluss das bessere Ende für sich haben wird, hängt von der Entwicklung der Wetterlage und den davon beeinflussten Windverhältnissen ab. Puma und Groupama liegen weit genug im Osten, um das Ostkap von San Cristobal anzuliegen. Abu Dhabi dagegen tut dies nicht, und das könnte schwerwiegende Folgen haben. „Wir sind in der Zwickmühle”, sagt Abu Dhabis Skipper Ian Walker. „Im Osten weiterzusegeln bietet die Chance auf Platz 3, wenn wir schon Puma und Groupama nicht erwischen. Aber wir könnten auch Letzter werden, was mehr als ärgerlich wäre, nachdem wir auf dieser Etappe bisher so solide unterwegs waren.”
Anders der Gemütszustand von Puma-Skipper Ken Read, den auch ein zerrissenes Vorsegel nicht sonderlich aufregen konnte, das zwecks Reparatur unter Deck geschafft werden musste: „Es bleibt spannend. Wir haben den besseren Winkel und sind näher am Ziel. Die anderen haben (derzeit noch) mehr Brise, aber auch unbekanntes Gewässer mit unverzeichneten Durchfahrten, rätselhaftem Strom und drehenden Winden.”
Die Westler dagegen setzen auf eine Störung, die derzeit über Neuseeland hinwegzieht und ihnen bald schon frischeren Westwind bringen könnte, was auch den Passat für die Schiffe im Osten negativ beeinträchtigen würde. „Möglicherweise ist der Westen doch am besten”, hofft Campers Navigator Will Oxley.
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Geteilt durch die Solomonen
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