Volvo Ocean RaceVorentscheidung im Bermuda-Dreieck?

Lars Bolle

 · 03.05.2015

Volvo Ocean Race: Vorentscheidung im Bermuda-Dreieck?Foto: Sam Greenfield / Dongfeng Race Team / Volvo Ocean Race
Dongfeng-Crewmitglied Kevin Escoffier bei einer Klettertour zum Schothorn des Stagsegels
Die Führung hat erneut gewechselt, nach einer Halse gen Westen hat Dongfeng die Spitze übernommen. Nur noch 800 Seemeilen bis Newport

Alle Boote haben das Bermuda-Dreieck erreicht, doch was dort passiert, ist alles andere als mysteriös. Der Übergang zwischen zwei Windsystemen ging auch mit einem Wechsel im Klassement einher. Die Südwestbrise drehte immer weiter rechts und schwächte sich ab, die Flotte halste schließlich nach Westen. Der neue Wind setzte von Nordwesten ein. Am meisten profitierte Dongfeng Race Team, das sich vom Feld lösen konnte.

  Die Positionen am Vormittag (mit dem Bermuda-Dreieck)Foto: Volvo Ocean Race Die Positionen am Vormittag (mit dem Bermuda-Dreieck)

Das Feld ist in drei Gruppen geteilt, Brunel knapp acht Seemeilen zurück, Abu Dhabi bereits fast 13. Mapfre und Alvimedica fehlen schon über 30 Seemeilen, SCA sogar fast 80.

  Der Hochdruckwirbel vor Newport ist gut zu erkennenFoto: http://earth.nullschool.net/ Der Hochdruckwirbel vor Newport ist gut zu erkennen

Ist das schon eine Vorentscheidung? "Das wird ein enges Finish", sagt Abu-Dhabi-Skipper Ian Walker voraus, "jedes Boot, und damit meine ich auch SCA, hat noch die Möglichkeit zu gewinnen." Die Flotte segelt auf einem Amwindkurs Richtung Nordwesten, kann jedoch Newport unter den derzeitigen Bedingungen nicht anliegen. Direkt vor Newport liegt derzeit noch ein Hochdruckgebiet

Die Ankunft, bei noch knapp 900 Seemeilen wahrscheinlich am 7. Mai, verspricht spannend zu werden.

Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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