Volvo Ocean RaceUnglücks-Navigator Verbraak gefeuert

Lars Bolle

 · 22.01.2015

Volvo Ocean Race: Unglücks-Navigator Verbraak gefeuertFoto: Brian Carlin/Team Vestas Wind/Volvo Ocean Race

Wouter Verbraak, Navigator des havarierten Teams Vestas Wind, wird beim erhofften Comeback fehlen. Skipper Nicholson hat ihn aussortiert

Der Niederländer Wouter Verbraak ist aus dem Team Vestas Wind geflogen. Wie die Teamleitung bekanntgab, habe Skipper Chris Nicholson seine Crewsichtung für das geplante Comeback abgeschlossen und werde auf Verbraak verzichten. Ein neuer Navigator werde zum Team stoßen, wenn dieses im Juni in Lissabon wieder antrete. Ein Grund für die Beendigung der Zusammenarbeit wurde nicht genannt, es hieß nur lapidar: "Wir danken ihm für seinen Einsatz und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute."

Verbraak hatte direkt nach der Havarie seines Teams auf einem Riff im Indischen Ozean die Schuld auf sich genommen, es sei ein Navigationsfehler gewesen. Vom damaligen geradezu zelebrierten Schulterschluss der Crew, die sich solidarisch erklärte, ist nicht mehr viel zu sehen. Auch Skipper Nicholson hatte sich spontan zumindest teilweise für verantwortlich erklärt. Davon scheint nicht mehr viel geblieben, muss doch der Rausschmiss von Verbraak, während Nicholson Skipper bleibt, als klare Schuldzuweisung gesehen werden.

So reagierte auch Verbraak alles andere als froh."Ich bin sehr traurig, dass ich nicht mehr mit Team Vestas zusammenarbeiten kann. Eine Rückkehr ins Rennen hätte mir sehr geholfen", sagte der Navigator. Die Zukunft ist nun für den Niederländer ungewiss. "Jemand hat mir einmal gesagt", so Verbraak, "es gehe im Leben nicht darum, wie viele Atemzüge man getan habe, sondern um die Momente, die dir den Atem genommen haben. Ich freue mich auf die atemlosen Momente, die kommen werden. Das Hochseesegeln scheint eine Menge davon bereitzuhalten."

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