Ende letzter Woche meldete sich Puma mit Ken Read zurück, nun also die Whitbread-Legende Grant Dalton mit seinem Team New Zealand. Das Volvo Ocean Race kommt in Fahrt und scheint auf dem besten Weg zu sein, an lang vergangene Glanzzeiten anzuknüpfen.
Dalton, der sechsmal am Rennen teilnahm, zuletzt mit "Amer Sports One" 2001, und es zweimal gewann, sagte: "Es ist kein Geheimnis, dass ich nie meinen Enthusiasmus für dieses Round the World Race verloren habe. Das Volvo-Projekt elektrisiert unser Team. Designer und Ingenieure können nun, da wir mit Camper einen tollen Sponsor-Partner gefunden haben, mit der Entwicklung loslegen." Die spanische Firma ist ein großer europäischer Hersteller von Modeschuhen.
Dalton erklärte, es sei schon immer die Strategie von Emirates Team New Zealand gewesen, in möglichst vielen Bereichen des Regatta-Segelns ganz an der Spitze mitzumischen, egal ob Matchrace mit Dean Barker, der TP-52-Klasse oder dem Americas Cup.
Zur Wahl des Skippers machte Dalton noch keine Angaben, entworfen wird der Volvo 70 von Team-Designer Marcelino Botin, der schon maßgeblich an der Entwicklung von Pumas "Il Mostro" beteiligt war.
Mit Team New Zealand sind nun fünf Crews fest gemeldet: Italien mit Giovanni Soldinis "Italia 70", Frankreichs Multihull-Segel-Star Franck Cammas mit "Groupama", Ken Read mit "Puma" und das Team Abu Dhabi. Um letzteres wird derzeit wild spekuliert, ob es Deckmantel für ein Projekt von Alinghi sein könne, nachdem Ernesto Bertarelli seine Zukunft beim Americas Cup offengelassen hat.
Da zusätzlich als nahezu sicher gilt, dass es ein bis zwei spanische Teams geben dürfte und ein erneutes irisches Team nach "Green Dragon", scheinen schon zwei Jahre vor dem Start sieben, acht hochkarätige Teilnehmer möglich. Vielleicht kann das Volvo Race dann endlich wieder einmal zweistellige Starterzahlen vermelden, die in den Anfangsjahren die Regel waren.

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