Die erste Hälfte der Etappe hatte zwei Highlights. Zunächst die Rundung des Pointe du Raz an der Westspitze Frankreichs: Während die Flotte weit nach Westen ausholte, noch um die vorgelagerte Insel Ile de Sein herum, versuchte es Team SCA mittendurch, obwohl die Meerenge für starken Gezeitenstrom mit bis zu acht Knoten bekannt ist. Es reichte nicht. Drei Anläufe benötigte das Team, um die Spitze zu runden, konnte sich jedoch anschließend wieder einreihen. Hätte es beim ersten Anlauf geklappt, wäre dies sehr wahrscheinlich die Führung gewesen.
In der Straße von Dover hatte die Wettfahrtleitung dann ein großes Sperrgebiet platziert, um die Yachten aus der engsten Berufsschifffahrt herauszuhalten. Dieses ließ nur die Wahl eines Kurses dicht an der britischen oder französischen Küste. Für die Westvariante entschieden sich Dongfeng, Mapfre und Brunel, die anderen vier segelten an Frankreichs Küste entlang.
Dort fand Team Alvimedica die beste Spur und konnte als erstes auf das finale Teilstück nach Den Haag gehen. Es folgen die drei Boote vom Westkurs vor dem Rest.
In Den Haag gibt es heute ein großes Hafenfest, morgen starten die Teams dann wieder mit den Zeitabständen des heutigen Einlaufs. Team Alvimedica hat einen Vorsprung von eindreiviertel Stunden, bei den vorhergesagten drei bis vier Windstärken aus Nordwest könnte dies schon eine Vorentscheidung gewesen sein.
Zeiten für den Neustart am Samstag:
Team Alvimedica, 12:00 Uhr
Dongfeng Race Team, 13:46:29
Mapfre, 14:20:17
Team Brunel, 14:37:46
Abu Dhabi Ocean Racing, 15:53:43
Team Vestas Wind, 16:04:17
Team SCA, 16:32:36
Erster Tag der 9. Etappe mit Rundung Pointe du Raz
Zweiter Tag der 9. Etappe: Der Englische Kanal
Die Highlichts der Ankunft in Den Haag

Chefredakteur Digital