Hat sich eine der prominentesten Umbesetzungen für diese Etappe bereits ausgezahlt? Team Abu Dhabi Ocean Racing musste Trimmer Phil Harmer wegen einer Verletzung an Land lassen. Dafür kam Race-Legende Neal McDonald an Bord. Der Brite ist "einer der besten Segler, die das Race je gesehen hat", sagt Brunel-Navigator Andrew Cape über den langjährigen Wegggefährten.McDonald hat über 200.000 Seemeilen aus sechs Teilnahmen im Kielwasser. In der Vorbereitung unterstützte er Abu Dhabi Ocean Racing als sportlicher Berater, jetzt hat er seine siebte Teilnahme begonnen. Vielleicht eine Glückszahl für das Team; die dritte Etappe jedenfalls begann die Crew um Ian Walker mit mehr als zwei Minuten Vorsprung nach einem von sehr leichten Winden geprägten Vorstart.
Die Wiederholung des Vorstartrennens
Die zweite prominente Umbesetzung gab es beim spanischen Team Mapfre. Skipper Iker Martinez ging von Bord und überließ seinem langjährigen Segelpartner Xabi Fernandez das Kommando. Beide hatten im 49er 2004 vor Athen Olympiagold gewonnen und bereits an zwei Volvo Ocean Races teilgenommen. Der Wechsel sei angeblich geplant gewesen, weil sich Martinez auf eine erneute Olympiateilnahme 2016, dieses Mal im Nacra 17, vorbereite. In Anbetracht der bisherigen enttäuschenden Ergebnisse mit Platz sieben sehen viele Beobachter darin jedoch einen sportlich motivierten Wechsel.
Einen Motivationsschub von ganz anderer Seite erhielt Team Alvimedica mit der Gutschrift von einem Punkt als Wiedergutmachung. Das Team war beim havarierten Kontrahenten Vestas Wind geblieben, um Hilfe leisten zu können und hatte dabei viele Seemeilen verloren. Das erkannte die Jury in der Etappenpause mit der Punktgutschrift an.
Auch Team SCA ging gestärkt in diese dritte Etappe, denn die Frauencrew konnte das In-Port Race klar gewinnen.
Die Highlights des Inportraces
4642 Seemeilen liegen vor den sechs Mannschaften. Zunächst geht es zurück durch die Straße von Hormus, um Indien herum und durch die Straße von Malakka. Dies verspricht eine der spannendsten Rennphasen zu werden, denn das Gebiet ist einer der meistbefahrenen Seewege der Welt, die Seekarten sind relativ ungenau und das Wetter sehr unbeständig. Danach geht es ins Südchinesische Meer, wo es besonders auf dem letzten Schlag nach Sanya viel Wind geben könnte.

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