Volvo Ocean RaceStealth Mode: auf Wiedersehen!

Lars Bolle

 · 21.12.2011

Volvo Ocean Race: Stealth Mode: auf Wiedersehen!Foto: Paul Todd/Volvo Ocean Race, Montage: YACHT
Das führende Team Groupama verschwindet symbolisch im Nirgendwo
Das französische Team Groupama erreichte gegen 11:00 Uhr als erstes die Zone, in der es vom Beobachterbildschirm verschwindet
  Das führende Team Groupama verschwindet symbolisch im NirgendwoFoto: Paul Todd/Volvo Ocean Race, Montage: YACHT Das führende Team Groupama verschwindet symbolisch im Nirgendwo

Das Volvo Ocean Race ist in eine historische Phase eingetreten – wenn auch im negativen Sinne. In den nächsten Stunden werden nach und nach die Symbole der Yachten aus der Darstellung im Racetracker genommen. Sie erscheinen in einem Extrafenster, das keinen Bezug mehr zum Umfeld hat, also wie eine Lupe funktioniert. Man kann zwar sehen, wie sich die Yachten zueinander positionieren und wie die Abstände sind, jedoch nicht mehr die Positionen auf der Welt und den genauen Kurs. Auch Wetterdaten gibt es nicht mehr. Damit geht auch ein Gutteil der Spannung verloren, Taktiken und Chancen lassen sich kaum noch verfolgen.

Berichte, Fotos und Videos von Bord gibt es dagegen weiterhin.

  Groupama erreicht die Stealth Zone um 10.00 UTC, 11.00 deutscher ZeitFoto: Volco Ocean Race Groupama erreicht die Stealth Zone um 10.00 UTC, 11.00 deutscher Zeit

Dieser Stealth Mode, das Verschwinden aus dem Zusammenhang, ist ein Tribut an die Piratengefahr im Indischen Ozean. Die Seeräuber könnten sonst ja, wie jeder Zuschauer zu Hause, genau auf dem Plotter verfolgen, wo ein Team abzufangen ist.

Die Schutzmaßnahmen gehen sogar so weit, dass die Yachten in einem nicht näher spezifizierten Hafen auf einen Frachter verladen und in den Persischen Golf gebracht werden (wir berichteten).

Ab jetzt heißt es also: auf Wiedersehen – spätestens zum Coldplay-Konzert an Silvester in Abu Dhabi.

  Team Sanya vor MadagaskarFoto: Andres Soriano/Team Sanya/Volvo Ocean Race Team Sanya vor Madagaskar
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Übrigens: Team Sanya wird es wohl noch etwas länger auf dem Schirm geben, denn das Boot wird immer noch im Hafen von Tolanaro auf Madagaskar repariert.

Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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