Seit dem Start am Samstagvormittag müssen sich die sechs Team durch taktisch anspruchsvolle, leichtwindige Bedingungen quälen. "Es kommt einem so vor, als ob man alle 20 Minuten eine Wende fährt", schreibt Abu-Dhabi-Team-Reporter Matt Knighton.
Den Start hatte das Heimteam Abu Dhabi Ocean Racing gewonnen und die Führung bis zur Halbinsel Musadam, der "Spitzkehre" in der Straße von Hormus, behauptet. Dann zog das künftige Heimteam Dongfeng vorbei und konnte den Vorsprung in der Nacht von Sonntag auf Montag auf über zehn Seemeilen ausbauen. Bei östlichen Winden und einem Kreuzkurs fast genau nach Osten schrumpfte der Vorsprung jedoch auf zuletzt nur noch dreieinhalb Seemeilen zusammen.
Die fünf Verfolger lagen auch nur rund drei Seemeilen auseinander und wechselten ständig die Positionen. "Wir spielen Katz und Maus", erklärt Carolijn Brower vom Team SCA. "Einer bewegt sich und stoppt, dann bewegen wir uns und stoppen. Es geht immer vor- und rückwärts."
Doch zumindest Bord-Reporter Stefan Coppers vom Team Brunel hat während dieser schwierigen Stunden auch ein Auge für das Schöne. "Die Nordküste des Oman", schreibt er: "Scharfe Felsen stechen gefährlich hoch aus dem Wasser. Die orange Sonne erhellt die tückische Straße von Hormus. Es könnte ein Film-Set sein. Eines, das in die letzte Szene von einem James-Bond-Streifen passt. Aber der berühmte 007 teilt in der Regel solch eine Ansicht mit einem wunderbaren Bond-Girl – zwischen den Laken. Die Crew des Team Brunel erlebt es mit neun verschwitzten Jungs..."
Wie knapp es in den ersten Stunden zuging, zeigt dieses Video von Team Alvimedica.
An Bord bei Team Alvimedica
Die Highlights des Starts vor Abu Dhabi

Chefredakteur Digital