Volvo Ocean RaceSprint nach Süden zur Segel-Autobahn

Lars Bolle

 · 20.11.2011

Volvo Ocean Race: Sprint nach Süden zur Segel-AutobahnFoto: Diego Fructuoso/Team Telefonica/Volvo Ocean Race
Die Vorbereitungen auf den Starkwind-Waschgang sind beim Team Telefonica abgeschlossen
Der kürzeste Kurs nach Kapstadt ist nicht der schnellste. Wer als Erster auf ein Tiefdruckgebiet im Süden springt, fährt den anderen davon
  Die Vorbereitungen auf den Starkwind-Waschgang sind beim Team Telefonica abgeschlossenFoto: Diego Fructuoso/Team Telefonica/Volvo Ocean Race Die Vorbereitungen auf den Starkwind-Waschgang sind beim Team Telefonica abgeschlossen

Nach der Passage der Inselgruppe Fernando de Noronha setzen die vier Teams nicht etwa direkt Kurs auf Kapstadt, sondern es geht fast direkt nach Süden. Aus zwei Gründen: Ein Hochdruckgebiet im Südatlantik versperrt den direkten Weg. Es könnte zwar nördlich passiert werden, das hätte jedoch Wind von vorn zur Folge.

  Die Positionen um 7.00 UTCFoto: Volvo Ocean Race Die Positionen um 7.00 UTC

Tief im Süden ziehen dagegen die Tiefdruckgebiete der Roaring Forties von West nach Ost mit Sturmstärke. Wer eines davon erwischt, kann Kapstadt mit achterlichem Wind und Höchstgeschwindigkeit anlaufen. Ein Umweg zwar, aber die schnellere Variante, quasi die Autobahn gegenüber der Landstraße. Beim vergangenen Race hatte so Ericsson 4 die Führung von Green Dragon übernommen und einen 24-Stunden-Rekord aufgestellt.

Beim Positionsreport um 7.00 UTC führte das spanische Team Telefonica nur 13 Seemeilen vor Puma. Dabei wird jedoch die Entfernung zum Ziel als Referenz genommen, und Puma lag etwas weiter östlich als Telefonica. Der tatsächliche Abstand zwischen beiden betrug rund 50 Seemeilen, Telefonica hatte also schon eine sehr gute Ausgangsposition. Team Camper lag 113 Seemeilen zurück, auch wieder auf das Ziel gerechnet, Groupama 365 Seemeilen.

Team "ABU DHABI"
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Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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