Nach der Passage der Inselgruppe Fernando de Noronha setzen die vier Teams nicht etwa direkt Kurs auf Kapstadt, sondern es geht fast direkt nach Süden. Aus zwei Gründen: Ein Hochdruckgebiet im Südatlantik versperrt den direkten Weg. Es könnte zwar nördlich passiert werden, das hätte jedoch Wind von vorn zur Folge.
Tief im Süden ziehen dagegen die Tiefdruckgebiete der Roaring Forties von West nach Ost mit Sturmstärke. Wer eines davon erwischt, kann Kapstadt mit achterlichem Wind und Höchstgeschwindigkeit anlaufen. Ein Umweg zwar, aber die schnellere Variante, quasi die Autobahn gegenüber der Landstraße. Beim vergangenen Race hatte so Ericsson 4 die Führung von Green Dragon übernommen und einen 24-Stunden-Rekord aufgestellt.
Beim Positionsreport um 7.00 UTC führte das spanische Team Telefonica nur 13 Seemeilen vor Puma. Dabei wird jedoch die Entfernung zum Ziel als Referenz genommen, und Puma lag etwas weiter östlich als Telefonica. Der tatsächliche Abstand zwischen beiden betrug rund 50 Seemeilen, Telefonica hatte also schon eine sehr gute Ausgangsposition. Team Camper lag 113 Seemeilen zurück, auch wieder auf das Ziel gerechnet, Groupama 365 Seemeilen.

Chefredakteur Digital