Volvo Ocean RacePer Decksfracht um die Welt

Lars Bolle

 · 07.12.2011

Volvo Ocean Race: Per Decksfracht um die WeltFoto: Nick Dana/Abu Dhabi Ocean Racing
Per Decksfracht geht es nach Abu Dhabi. Mit der Verladung hat die Hälfte der Teams durch Havarien schon gute Erfahrungen
Die zweite und dritte Etappe werden teilweise auf bewaffneten Frachtern zurückgelegt – ein bisher noch nie dagewesenes Szenario

Schon die erste Etappe haben drei der sechs Teams an Deck eines Frachters ganz oder teilweise zurückgelegt. Dies scheint nun zur Gewohnheit zu werden.

Die Rennleitung des Volvo Ocean Race hat den Modus für die zweite und dritte Etappe bekanntgegeben. Diese werden die sechs Teams teilweise auf dem Deck eines Frachters zurücklegen.

Der Startschuss für die zweite Etappe soll planmäßig am 11. Dezember vor Kapstadt fallen. Kurz danach jedoch wird es skurril. Zum einen wird in den Segelanweisungen ein Korridor ausgewiesen, den die Teams zu meiden haben, um die Gefahr von Piratenangriffen zu minimieren. Außerdem wird kurz nach dem Start die Datenübermittlung an Land abgebrochen und nur noch der Abstand jedes Teams zum führenden Boot übermittelt.

Während dieser Phase laufen die Yachten einen sicheren, nicht näher definierten Hafen an, um auf einen Frachter verladen zu werden, der mit bewaffneten Begleitern und ebenfalls nicht näher spezifizierten Verteidigungsanlagen bestückt ist. Dieser bringt sie dann durch Piratengebiet bis in den Persischen Golf, wo sie kurz vor Abu Dhabi wieder ins Wasser gesetzt werden. Er soll ein Neustart erfolgen und diese restliche Etappe noch ungefähr einen Tag lang dauern.

Das erste Teilstück fließt zu 80 Prozent, das zweite zu 20 Prozent in die Wertung ein. Die dritte Etappe von Abu Dhabi nach Sanya soll ähnlich ablaufen.

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Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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