Volvo Ocean RaceOrkantief sorgt für Startverschiebung

Tatjana Pokorny

 · 11.03.2015

Volvo Ocean Race: Orkantief sorgt für StartverschiebungFoto: VOR

Das Tropensturmtief "Pam" hat die Rennleitung im Volvo Ocean Race zur Startverschiebung für Etappe fünf von Auckland nach Itajaí bewogen

Ein drohendes Sturmtief hat die Rennleitung im Volvo Ocean Race zu einer seltenen Maßnahme bewogen: Der Start in die fünfte Etappe von Auckland ins brasilianische Itajaí ist um mindestens einen Tag verschoben, wird also frühestens am 16. März (Montag) stattfinden. Weitere Verschiebungen sind nicht ausgeschlossen. Tropentief "Pam" stürmt mit Winden von bis zu 200 Stundenkilometern voran und könnte auf seinem Weg nach Süden sogar noch weiter zunehmen. Nicht verschoben wird hingegen das New-Zealand-Herald-Hafenrennen in Auckland am kommenden Samstag (14. März) um 14 Uhr Ortszeit.

Die Rennleitung bezeichnete "Pam" als "potenzielles Orkantief", das in den Startgewässern heftig wüten könnte. Die Startverschiebung um mindestens 24 Stunden dient dem Schutz der Volvo-Ocean-Race-Flotte. Der Startschuss wird nicht vor Montag um 14 Uhr Ortszeit fallen, könnte sich bei einer drastischen Verschlechterung der Bedingungen auch noch weiter nach hinten verschieben.

  Entscheidung zugunsten der Sicherheit: CEO Knut Frostad erklärt die StartverschiebungFoto: VOR
Entscheidung zugunsten der Sicherheit: CEO Knut Frostad erklärt die Startverschiebung

"Die Sicherheit steht an erster Stelle", sagte CEO Knut Frostad, "wir treffen unsere Entscheidung deshalb schon jetzt, obwohl wir den Verlauf der Sturmtiefs nicht genau vorhersehen können. Dieses Tropentief ist ungewöhnlich groß und blockiert den Kurs für unsere Segler. Daher entspricht es der gebotenen Seemannschaft, ihnen Alternativen anzubieten. Auch wenn das System an Neuseeland vorbeiziehen wird, könnte es dennoch für riesige Wellen und raue See sorgen, die der Flotte ernsthafte Probleme bescheren würden. Unsere größte Sorge gilt weniger dem Wind als der See. Die Boote können mit viel Wind zurechtkommen, doch es wird riesige Wellen entlang der Küste Neuseelands geben, vor denen sie sich nicht verstecken können."

Für das Hafenrennen am Samstag dagegen sind fast perfekte Segelbedingungen vorhergesagt. Die frohe Kunde für Tausende Fans vor Ort: Die Veranstalter erwarten 20 Knoten Wind aus Ost und warmes, sonniges Wetter. Die Rennorganisation will am Freitag weitere Pläne zum Start für die fünfte Etappe bekanntgeben.

  So wünschen sich die Veranstalter ihren Start: Sonnig und ohne SturmFoto: VOR
So wünschen sich die Veranstalter ihren Start: Sonnig und ohne Sturm

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