Volvo Ocean RaceOhne Piraten durch die Zyklone

Lars Bolle

 · 17.11.2014

Volvo Ocean Race: Ohne Piraten durch die ZykloneFoto: Rick Tomlinson/Team SCA
Die Flotte beim Trainings-Race vor Kapstadt
Am Mittwoch startet um 17.00 Uhr die zweite Etappe von Kapstadt nach Abu Dhabi. Laut Vorhersage lauern etliche Wirbel- und Tropenstürme

Die eine Gefahr scheint gebannt, da zieht auch schon die nächste herauf. Auch die zweite Etappe des Volvo Ocean Race wird für die sieben Teams voraussichtlich kein Spaziergang.

  Der Kursverlauf nach dem Start, bevor es auf den Indischen Ozean gehtFoto: Volvo Ocean Race Der Kursverlauf nach dem Start, bevor es auf den Indischen Ozean geht

Um der Piratengefahr zu entgehen, werden potenziell gefährliche Gebiete weiträumig umfahren. So ist die afrikanische Küste fast komplett zur Tabuzone erklärt worden. Die Flotte muss sich außerhalb eines Korridors bewegen, der durch folgende Eckpunkte gebildet wird: Maputo, die Südspitze Madagaskars, Mauritius und die Ostspitze des Oman. Damit die Flotte nicht zu weit nach Süden abtaucht, gibt es eine Sperrlinie auf 45 Grad Süd. Weiterhin sind Verbotszonen vor der Küste des Irak und in der Straße von Hormus vorgesehen.

  Die Verbotszone für die zweite EtappeFoto: Google Earth Die Verbotszone für die zweite Etappe

Die größere Gefahr könnte dieses Mal vom Wetter ausgehen. Race-Meteorologe Gonzalo Infante sagt: "Die tropische Zyklon-Saison hat im Indischen Ozean gerade begonnen, und es sieht so aus, als würden wir einige von ihnen auf dieser Etappe haben." Außerdem soll es bei Erreichen der Straße von Hormus tropische Monsunwinde geben sowie brütendheißes Wetter vor Abu Dhabi.

Für die 6.125 Seemeilen rechnen die Organisatoren mit 22 bis 28 Segeltagen.

Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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