Volvo Ocean RaceNord oder Süd, das ist die Frage

Lars Bolle

 · 12.02.2015

Volvo Ocean Race: Nord oder Süd, das ist die FrageFoto: Amory Ross / Team Alvimedica / Volvo Ocean Race
Blick von Bord der Alvimedica: Die Gegner sind in Sicht
Haben sich Team Brunel und Team SCA mit dem nördlichen Kurs vertan? Oder werden sie mit frischem Wind am Süd-Quartett vorbeiziehen?

Die Momentaufnahme sieht für das Duo im Norden nicht gut aus. Weniger Wind, weniger Speed, etwa fünf bis zehn Seemeilen mehr Rückstand bei den Positionsreporten, die alle drei Stunden eintrudeln. Team Brunel und Team SCA scheinen sich mit dem nördlicheren Kurs vergaloppiert zu haben. Zumal das Quartett im Süden fast auf der Ideallinie, dem direkten Kurs, liegt, das Duo dagegen 160 Seemeilen entfernt.

  Die Positionen am VormittagFoto: Volvo Ocean Race Die Positionen am Vormittag

Doch noch ist diese Linie irrelevant, da es noch weit ist bis zum nächsten Wegepunkt. Viel wichtiger ist, wer jetzt frischen Wind bekommt oder in diesem bleibt. Und da sieht es offenbar nicht so schlecht aus für das Nord-Duo. Sowohl Abu-Dhabi-Skipper Ian Walker als auch Alvimedica-Navigator Will Oxley waren davon ausgegangen, dass sich die Nordroute eher auszahlen würde. Und der erwartete stärkere Wind weht zwar nicht so schnell, wie prognostiziert, dafür aber soll er aus Nordosten kommen, womit die beiden Boote ihn früher und aus einem günstigen Winkel hätten. Noch ist also gar nichts entschieden.

Die aktuelle Video-Zusammenfassung

Unterdessen üben sich die vier Teams im Süden im bekannten Spiel, im direkten Gegnervergleich kleinste Vorsprünge zu ergattern. Zuletzt hatte dabei Abu Dhabi das glücklichere Händchen und setzte sich fünf Seemeilen ab.

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Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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