Volvo Ocean RaceNach Norden – in den Sturm hinein

Lars Bolle

 · 26.11.2014

Volvo Ocean Race: Nach Norden – in den Sturm hineinFoto: Alvimedica
Das satellitenbild zeigt den tropischen Sturm bei Mauritius und die vom Team Alvime3dica prognostizierten Kurse der Teams
Die zweite Etappe ist in eine taktisch interessante Phase getreten. Wer erreicht zuerst die Westströmung und wie stark wird der Sturm?
  Die Abstände heute VormittagFoto: Volvo Ocean Race Die Abstände heute Vormittag  Die Position der Flotte auf der zweiten EtappeFoto: Volvo Ocean Race Die Position der Flotte auf der zweiten Etappe

Nach dem langen Schlag nach Westen haben gestern alle Boote nach Norden gewendet, und es entwickelte sich das klassische Bild einer Kreuz. Dabei konnten unterschiedliche Teams Boden gutmachen und verloren diesen auch immer wieder. So kam etwa das Team SCA in der Nacht bis auf 15 Seemeilen heran, hatte am Morgen aber schon wieder über 20 Seemeilen Rückstand. Dagegen hat Abu Dhabi Ocean Racing wieder die Führung übernommen, nachdem diese kurzzeitg verlorenging.

Beim aktuellen Positionsreport hatte sich das Feld in zwei Gruppen geteilt. Abu Dhabi, Mapfre, Brunel und Dongfeng segelten nach Osten, einer von dort heranziehenden starken Westströmung entgegen, während die anderen drei den kürzeren Weg gen Norden wählten.

  Das Satellitenbild zeigt den tropischen Sturm bei Mauritius und die vom Team Alvimedica prognostizierten Kurse der SchiffeFoto: Alvimedica Das Satellitenbild zeigt den tropischen Sturm bei Mauritius und die vom Team Alvimedica prognostizierten Kurse der Schiffe  Der tropische Sturm und die prognostizierten Routen im Grib-ViewerFoto: Dongfeng Race Team Der tropische Sturm und die prognostizierten Routen im Grib-Viewer

Die Bedingungen waren moderat mit 17 bis 19 Knoten Wind, bei dem die Boote hoch am Wind mit rund zehn Knoten vorankamen. Die spannendste Entwicklung geht jetzt von einem Sturmtief bei Mauritius aus, das in der Nacht von Freitag auf Samstag den Kurs der Flotte kreuzen könnte. Windstärken bis 40 Knoten werden erwartet. Wahrscheinlich wird es darum gehen, sich an der Westflanke des Tiefs nach Norden katapultieren zu lassen. Doch dort warten dann die schwachwindigen Doldrums...

Beim Team Dongfeng hat sich die Mastschiene für die Lattenwagen gelöst. Die Schnellreparatur im Bild

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Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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