Volvo Ocean RaceMultiple-Choice-Test für die Navigatoren: Wer liegt richtig?

Tatjana Pokorny

 · 21.05.2018

Volvo Ocean Race: Multiple-Choice-Test für die Navigatoren: Wer liegt richtig?Foto: Jeremie Lecauday/Volvo Ocean Race
Etappe 9, Tag 2

Die Transatlantik-Etappe von Newport nach Cardiff erweist sich als Stresstest für die Navigatoren. Die Flotte hat sich getrennt. Gewinne und Verluste sind hoch

  Aktuell könnte es für die Spitzenreiter des Rennens besser laufen: Skipper Xabí Fernandez und sein Team Mapfre quälen sich im Norden durch leichte WindeFoto: Ugo Fonolla/Volvo Ocean Race
Aktuell könnte es für die Spitzenreiter des Rennens besser laufen: Skipper Xabí Fernandez und sein Team Mapfre quälen sich im Norden durch leichte Winde

Dongfengs Navigator Pascal Bidégorry hatte es am Montag einen Tag nach dem Start vor Newport schon erklärt: "Es gibt verschiedene Wege, Cardiff zu erreichen. Vielleicht sehr verschiedene Wege. Die Wahl fällt nicht leicht." Inzwischen haben aber alle Teams ihre Wahl getroffen. Dongfeng, Mapfre und Turn the Tide on Plastic sind am Montag nach Norden gehalst, segeln seitdem wesentlich weiter nördlich als Brunel, Vestas, AkzoNobel und Sun Hun Kai / Scallywag. Mit unangenehmen Konsequenzen, denn das Nord-Trio quält sich in leichten Winden um 8 Knoten voran, während das Süd-Quartett in herrlichen 20 und mehr Knoten Wind mit ähnlich schnellen Bootsgeschwindigkeiten in Richtung Osten rast.

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  Es gab schon bessere Tage als diesen: Dongfeng-Skipper Charles Caudrelier und sein Navigator Pascal Bidégorry sind "not amused" über ihre derzeitige LageFoto: Jeremie Lecauday/Volvo Ocean Race
Es gab schon bessere Tage als diesen: Dongfeng-Skipper Charles Caudrelier und sein Navigator Pascal Bidégorry sind "not amused" über ihre derzeitige Lage
  An diesem Screenshot vom Live-Tracker ist es sehr gut zu erkennen: Der Süd-Boote Freud ist aktuell der Nord-Boote Leid. Während Brunel, AkzoNobel, Vestas und Sun Hung Kai / Scallywag mit rund 20 Knoten nach Osten jagen, müssen die Nord-Boote Dongfeng, Mapfre und Turn the Tide on Plastic auf frischen Wind hoffen, denn aktuell segeln sie dem britischen Etappenhafen Cardiff gerade einmal halb so schnell entgegen wie die Konkurrenz im SüdenFoto: Screenshot/Volvo Ocean Race
An diesem Screenshot vom Live-Tracker ist es sehr gut zu erkennen: Der Süd-Boote Freud ist aktuell der Nord-Boote Leid. Während Brunel, AkzoNobel, Vestas und Sun Hung Kai / Scallywag mit rund 20 Knoten nach Osten jagen, müssen die Nord-Boote Dongfeng, Mapfre und Turn the Tide on Plastic auf frischen Wind hoffen, denn aktuell segeln sie dem britischen Etappenhafen Cardiff gerade einmal halb so schnell entgegen wie die Konkurrenz im Süden
  Die Zwischenstände eineinhalb Tage nach dem Startschuss: Aktuell verbuchen die Süd-Boote große GewinneFoto: Screenshot/Volvo Ocean Race
Die Zwischenstände eineinhalb Tage nach dem Startschuss: Aktuell verbuchen die Süd-Boote große Gewinne

Für den alten und neuen Spitzenreiter Brunel sowie Vestas, AkzoNobel und Sun Hung Kai / Scallywag läuft es prächtig, wie im Live-Tracker klar zu erkennen ist, wenn man die Windanimation einschaltet und über den Kurs legt. Als hätte sich ein roter Teppich für die führenden Boote ausgebreitet, kommen sie doppelt so schnell voran wie die aktuellen "Verlierer" im Norden, die ihrerseits auf frischen Wind aus Süden hoffen. Das Wind-Pokerspiel wird noch einige Tage anhalten. Welche Investitionen sich dann gelohnt haben werden, kann nur die Zeit zeigen.

  AkzoNobel liegt auf dem Südkurs hinter Team Brunel in der SpitzengruppeFoto: Konrad Frost/Volvo Ocean Race
AkzoNobel liegt auf dem Südkurs hinter Team Brunel in der Spitzengruppe
  Für Vestas 11th Hour Racing läuft es gerade bestens: Das amerikanisch-dänische Team zählt aktuell zu den Süd-GewinnernFoto: James Blake/Volvo Ocean Race
Für Vestas 11th Hour Racing läuft es gerade bestens: Das amerikanisch-dänische Team zählt aktuell zu den Süd-Gewinnern

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