Wie die Übersicht zeigt, ist das Feld noch immer klar in zwei Gruppen geteilt, aber die Verfolger holen auf. Sie können immer noch einen Anliegerkurs bei 15 Knoten Wind segeln, was sie auf rund 11 Knoten über Grund kommen lässt. Das Führungsduo dagegen steht im Golf von Oman bei vier Knoten Wind mit zwei bis drei Knoten Speed. Zuletzt holten dadurch die Verfolger im zweistelligen Meilenbereich auf, am meisten Alvimedica mit 28 Seemeilen.
Auch wenn es unwahrscheinlich scheint, dass die Verfolger noch komplett aufschließen können, ist ein möglichst knapper Abstand nach vorn besonders für das amerikanische Team wichtig. Alvimedica hatte die zweite Etappe für einige Stunden unterbrochen, um der havarierten Vestas-Crew beizustehen. Dabei verpasste das Team den Anschluss nach vorn. Bei einer wahrscheinlichen Verhandlung wegen Wiedergutmachung wird es darum gehen, wie stark dieser Stopp die Endplatzierung beeinflusst hat. Wenn das Team nun knapp als Vierter in Ziel käme, würde das die Verhandlungsposition stärken.
Im Führungstrio belauert man sich gegenseitig. Alle Schläge laufen synchron, was nicht verwundert, wenn man den Race-Tracker laufen lässt: Die Windreher sind so deutlich, dass gar nichts anderes übrig bleibt, als synchron zu reagieren. Dieses Verhalten kommt vor allem Team Brunel zugute. Als Verteidiger haben die Holländer so immer beide Verfolger unter Kontrolle. Brenzlig würde es nur, wenn Dongfeng Race Team auf Platz zwei den Verfolger Abu Dhabi Ocean Racing aus der eigenen Kontrolle heraus einen anderen Kurs fahren ließe. Dann müsste sich Team Brunel entscheiden, welches von beiden Booten kontrolliert werden soll.
Noch wären das sicher die Chinesen, denn die lagen zuletzt nur knapp vier Seemeilen zurück, während Abu Dhabi immer noch über 21 Seemeilen aufzuholen hatte.
Mit der Ankunft in Abu Dhabi wird am Samstag gerechnet.

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