Bei der ersten Auflage des Rennens, damals noch unter dem Namen Whitbread Round the World Race, waren drei italienische Yachten am Start, seit 1993 jedoch keines mehr. Das sollte sich nun ändern. Und es schien auch alles zu klappen. Mit Giovanni Soldini wurde ein erfahrener Hochsee-Veteran als Skipper angeheuert, der Yacht Club Italiano stand hinter dem Projekt.
Die „Ericsson 3“ aus dem vergangenen Race wurde übernommen und auf ihr trainiert. Doch am Ende fehlte das Geld. Das wollte eigentlich der Club besorgen, musste jetzt jedoch passen.
Bereits am 3. März verkündete der Club-Präsident Carlo Croce auf einer Veranstltung zur Präsentation des Segelsports in Mailand, dass die Teilnahme am Volvo Ocean Race zunächst ausgesetzt werde. Er dankte Soldini für die geleistete Arbeit. Soldini zog eine wehmütige Bilanz: „Es war ein arbeitsreiches Jahr, aber eine verlorene Saison für eine Menge Leute, die ihr ganzes Herz in diese Aufgabe gelegt hatten. Die aktuelle Wirtschaftslage hat uns nicht geholfen, aber wir werden weiter arbeiten, Erfahrungen sammeln und uns für die nächste Ausgabe vorbereiten.“
Damit sind weiterhin nur sechs Teams offiziell gemeldet:
Groupama Sailing Team, Frankreich
Abu Dhabi Ocean Racing Team
Puma Ocean Racing (mit dem Deutschen Michi Müller)
Camper, die spanische Lebensmittelkette kooperiert mit Team New Zealand
sowie zwei spanische Teams, die noch geheim sind
Laut Knut Frostad, Geschäftsführer des Volvo Ocean Races, sind jedoch noch weitere Teams dabei, eine Teilnahme vorzubereiten.

Chefredakteur Digital