The Ocean Race

Volvo Ocean Race: In-Port Race: gähnende Langeweile

Lars Bolle

 · 18.04.2015

Volvo Ocean Race: In-Port Race: gähnende LangeweileFoto: Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

Bei nicht mehr als drei Knoten Wind hatte Team Brunel am meisten Glück. Mapfre hingegen bekam zwei Zusatzpunkte wegen Regelverstoßes

Das In-Port Race vor Itajai/Brasilien am Samstagabend konnte nicht dem gerecht werden, wofür es gedacht war. Diese Kurzregatten vor dem eigentlichen Etappenstart sollen dem Präsentieren der Sponsoren, aber auch des Sports dienen. Doch der Wind schwächelte, und es wurde eine eher langweilige Darbietung, die nach einer zehnminütigen Startverschiebung nach abgekürzter Bahn immer noch eine Stunde und 20 Minuten dauerte.

Das glücklichste Händchen hatte das holländische Team Brunel, das sich mit seinem ersten Etappensieg auch an die Spitze der Gesamtwertung der In-Port Races setzte. Sportlichen Wert hat diese Platzierung jedoch kaum, das Ergebnis kommt nur zum Tragen, wenn es am Ende der Etappen zu einem Punktegleichstand kommen sollte.

Mapfre bestraft

Da traf die Zwei-Punkte-Bestrafung des Teams Mapfre deutlich härter. Die technischen Kontrolleure hatten in Itajai bemerkt, dass das Team Veränderungen am Boot vorgenommen hatte, die es nicht bei der Rennleitung angegeben hatte. Das jedoch ist bei einer strikten Einheitsklasse verboten. So wurde ein sogenannter Outrigger – einer der kurzen Bäume, die achtern zum ausstellen des Code Zero dienen – nach einem Bruch nicht nur repariert, sondern auch verstärkt.

Außerdem hatte das Team während der Etappe fünf Segellatten im Bereich des vorderen Ballasttankes auf den Rumpf geklebt und verbolzt. Diese Latten seien bereits in Auckland zugeschnitten worden, es habe sich also um eine geplante Veränderung gehandelt.

Das Team habe es versäumt, die Rennleitung vor, während oder nach den Veränderungen zu informieren. Zwar seien von beiden Maßnahmen Videos angefertigt und auch übermittelt worden, jedoch nur die Segellattenarbeiten seien öffentlich zu sehen gewesen. Doch auch dies würde nicht eine formelle Meldung ersetzen.

Team Mapfre wurden zwei Strafpunkte aufgebrummt, die weh tun dürften. Vor der Bestrafung hatte Mapfre mit 18 Punkten auf Platz vier gelegen, punktgleich mit Team Brunel auf Platz drei, nur zwei Punkte hinter Dongfeng. Nun ist es mit 20 Punkten auf Rang fünf abgerutscht und musste Alvimedica mit 19 Punkten passieren lassen. Deutlich in Führung vor dem heutigen Start zur 6. Etappe ist Abu Dhabi mit neun Punkten.

Zusammenfassung des Inportraces

Das komplette Inportrace

Meistgelesene Artikel