The Ocean Race

Volvo Ocean Race: Im Schleudergang durch die China-See

Lars Bolle

 · 09.02.2015

Volvo Ocean Race: Im Schleudergang durch die China-SeeFoto: Amory Ross / Team Alvimedica / Volvo Ocean Race

Auf einem langen Anliegerkurs zur Nordspitze der Philippinen geht es nur um Geschwindigkeit – und das Wegstecken von Schlägen

Die Südchinesische See wird ihrem Ruf als ruppiges Revier gerecht. Bei zuletzt rund 25 Knoten Wind segelten die sechs Boote Seite an Seite einen Anliegerkurs zu den Wegepunkten an der Nordspitze der Philippinen. Aus taktischer Sicht ist diese erste Phase der vierten Etappe eher langweilig, es geht vor allem darum, durch eine perfekte Abstimmung der Segelgarderobe die größtmögliche Geschwindigkeit zu halten.

  Reparatur eines Risses im Segel beim Dongfeng Race TeamFoto: Sam Greenfield/Dongfeng Race Team/Volvo Ocean Race
Reparatur eines Risses im Segel beim Dongfeng Race Team

Wieder einmal zeigt sich das chinesische Dongfeng Race Team als Meister dieser Disziplin. Die frühe Führung konnte an den ersten drei Renntagen trotz einer kleineren Segelreparatur verteidigt werden.

  Die Positionen am VormittagFoto: Volvo Ocean Race
Die Positionen am Vormittag

Beim Positionsreport heute Vormittag hatte die Flotte noch rund 100 Seemeilen bis zu den Wegepunkten zurückzulegen, nach deren Passage sie nach Süden auf einen komfortableren Kurs abbiegen können. Derzeit bolzen die Teams gegenan, die Boote rucken und fallen auf der Rückseite der oft chaotisch laufenden Wellen hart in die Täler – ein ermüdender Kurs für Mensch und Material. Treffend schrieb Amory Ross vom Team Alvimedica in der Nacht: "Die gute Nachricht ist, dass wir nur noch 150 Seemeilen in der Südchinesischen See zu segeln haben. Die schlechte Nachricht ist, dass wir noch 150 Seemeilen in der Südchinesischen See zu segeln haben."

Eine Zusammenfassung der ersten Tage zeigt anschaulich die harten Bedingungen an Bord.

Die Südchinesische See: Zusammenfassung der ersten Tage

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