Volvo Ocean RaceIker und Xabi zaubern schon wieder

Tatjana Pokorny

 · 11.10.2014

Volvo Ocean Race: Iker und Xabi zaubern schon wiederFoto: Rick Tomlinson
Team Mapfre beim Training mit seinem Volvo Ocean 65

Am Tag nach dem imposanten Start vor Alicante mühte sich die Flotte mit Kurs auf die Straße von Gibraltar durch flaue Mittelmeerwinde

  Team Brunel startete stark in die erste Etappe, musste aber in der ersten Nacht Federn lassenFoto: VOR/Ramos
Team Brunel startete stark in die erste Etappe, musste aber in der ersten Nacht Federn lassen

28 Stunden nach dem gelungenen Start stand die Volvo-Ocean-Race-Welt für Skipper Bouwe Bekking und sein Team Brunel am Sonntagabend zunächst auf dem Kopf: Die anfänglichen Spitzenreiter waren im Flautenpoker ans Ende der Flotte der sieben VO-65-Yachten durchgereicht worden. Mit nur zwei Knoten Geschwindigkeit gab es zu dem Zeitpunkt kaum Optionen für eine Aufholjagd.

  Die erste Nacht hätte besser laufen können: Bouwe BekkingFoto: P. Anderson
Die erste Nacht hätte besser laufen können: Bouwe Bekking
Verlagssonderveröffentlichung

An der Spitze des Feldes bewegte sich die spanische "Mapfre" mit vier Knoten Geschwindigkeit immerhin doppelt so "schnell" auf die Straße von Gibraltar und den dahinter liegenden Nordatlantik zu. Fünf Seemeilen trennten "Mapfre" und das Team Brunel zu diesem Zeitpunkt – im Volvo Ocean Race eigentlich kein Problem, doch mit Blick auf die flauen Winde schon ein mittleres Ärgernis für die Holländer, die so stark in das Rennen gestartet waren.

  Hier prescht das Team Mapfre beim Training noch in besten Segelbedingungen über die WellenFoto: Rick Tomlinson
Hier prescht das Team Mapfre beim Training noch in besten Segelbedingungen über die Wellen

Die Plätze zwei und drei belegten bei Anbruch der zweiten Nacht auf See das chinesische Dongfeng Race Team und das dänische Team Vestas Wind mit jeweils zwei Seemeilen Rückstand auf die Spanier. Das Mittelfeld besetzten das US-Team Alvimedica und Ian Walkers co-favorisiertes Team Abu Dhabi Ocean Racing vor dem Frauen-Team SCA. Damit ist Ian Walker auf der ersten Etappe jetzt schon weiter gekommen als bei der letzten Volvo-Ocean-Race-Auflage. 2011 war nach wenigen Stunden etwa 30 Seemeilen südlich von Cartagena in stürmischen WInden der Mast der "Azzam" gebrochen und Walker hatte später gescherzt: "Beinahe hätten wir es noch rechtzeitig zur Abschiedsparty in Alicante geschafft." Schon damals war Abu Dhabi Ocean Racing zum Kreis der Favoriten gezählt worden, doch der Mastbruch hatte Walkers Team früh ausgebremst. Jetzt will der Brite es noch einmal wissen.

Auch die spanischen 49er-Olympiasieger Iker Martinez und Xabi Fernandez sind zurück, um sich die im letzten Rennen verpasste Siegchance noch einmal zu erarbeiten. Zum achten Mal seit der Premiere 1973/1974 kämpft ein spanisches Team um die Krone in diesem Mannschaftsrennen um die Welt. Das einmal mehr hinter den Kulissen von Pedro Campos orchestrierte Team hatte die elfte Auflage 2011/2012 über die ersten Etappen dominiert, bevor es von einem Ruderbruch gestoppt wurde. In der Folge hatte die "Telefónica"-Crew der französischen "Groupama" den Sieg im Volvo Ocean Race überlassen müssen. Das soll Martinez, Fernandez und ihrer Mannschaft nicht noch einmal passieren. Iker Martinez sagte vor dem Rennstart: "Ich fühle mich so entspannt wie noch nie." Zumindest am Sonntagabend konnte er es tatsächlich sein.

  Schon im letzten Rennen eine Macht: Iker Martinez, Xabi Fernandez und die Crew auf "Telefónica". Jetzt sind sie mit "Mapfre" zurück und wollen den Sieg, den ihnen ein Ruderbruch zuletzt vermasselteFoto: Paul Todd/Volvo Ocean Race
Schon im letzten Rennen eine Macht: Iker Martinez, Xabi Fernandez und die Crew auf "Telefónica". Jetzt sind sie mit "Mapfre" zurück und wollen den Sieg, den ihnen ein Ruderbruch zuletzt vermasselte

Hier geht's zum Zwischenstand, der alle drei Stunden aktualisiert wird:

Hier geht es zu den Höhepunkten des Starts vor Alicante:

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