Volvo Ocean RaceHeikle Situation im Pazifik

Lars Bolle

 · 17.02.2015

Volvo Ocean Race: Heikle Situation im PazifikFoto: Stefan Coppers / Team Brunel / Volvo Ocean Race
Was ist da los? Haben die Langeweile? Dieses Foto kam von Bord Team Brunel. Die drei Mann im Cockpit haben sich in akrobatische Positionen begeben, der Mann am Backstag wurde offensichtlich ins Bild montiert. Wozu? Es ist eine Art Race des Bordreporters Coppers. Er hatte sich gewundert, dass sich angesichts der Führung des Teams niemand ab Bord freute. Kurz darauf stürzte er wegen einer Welle auf dem Vorschiff. Jetzt lachten alle. Dadurch inspiriert, entstand das Bild.
Team Brunel führt immer noch, auch Abu Dhabi setzt sich ab. Doch der Wind soll drehen, dann könnten die Positionen neu ausgelost werden

Das Feld segelt weiterhin mit Wind von Backbord nach Südosten, deutlich östlich der Ideallinie. Team Brunel konnte die Führung behaupten, jedoch schmolz der Vorsprung von einst fast 100 Seemeilen auf gestern bis zu rund 50 dahin. Auf dem Race Tracker wurden sogar nur 30 angezeigt, das liegt jedoch daran, dass der den Abstand zum nächsten Wegepunkt berechnet. Da das Feld jedoch schräg zu diesem segelt und nicht gerade auf ihn zu, kommt es zu dieser nicht ganz praxisnahen Anzeige.

  Die aktuellen Abstände am MittagFoto: Volvo Ocean Race Die aktuellen Abstände am Mittag

Heute Mittag betrug der Vorsprung laut Tracker nur noch 28 Seemeilen. Team Brunel hatte beim aktuellen Report mit nur einem Knoten Speed in der Flaute eingeparkt und die Verfolger holten dramatisch auf.

  Die Position des Feldes auf der EtappeFoto: Volvo Ocean Race Die Position des Feldes auf der Etappe

Fast exakt im Kielwasser von Team Brunel folgt Abu Dhabi Ocean Racing. Das Team hat sich kontinuierlich von den anderen vier abgesetzt und jetzt den zweiten Platz sicher inne. Team Alvimedica auf drei liegt ebenfalls wiederum im Kielwasser von Abu Dhabi.

Die Analyse der aktuellen Situation

Diese drei Boote bilden eine Gruppe, die sich am weitesten südwestlich befindet. Die drei Verfolger segeln mehr im Osten, zuletzt hatte sich auch Mapfre dorthin orientiert.

Laut Rennbericht soll es im Osten mehr Wind geben. Mit dem Abflauen des Windes hat dieser vorn auch deutlich nach rechts gedreht. Brunel reagierte nach anfänglichem Südkurs darauf mit einer Wende nach Osten, weg von der Ideallinie, hin zum Wind.

Die Letzten des Feldes, Dongfeng Race Team, hatte zur selben Zeit noch rund 13 Knoten Speed drauf und innerhalb von nur drei Stunden 39 Seemeilen aufgeholt. Spannender geht es kaum.

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Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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