Das Feld segelt weiterhin mit Wind von Backbord nach Südosten, deutlich östlich der Ideallinie. Team Brunel konnte die Führung behaupten, jedoch schmolz der Vorsprung von einst fast 100 Seemeilen auf gestern bis zu rund 50 dahin. Auf dem Race Tracker wurden sogar nur 30 angezeigt, das liegt jedoch daran, dass der den Abstand zum nächsten Wegepunkt berechnet. Da das Feld jedoch schräg zu diesem segelt und nicht gerade auf ihn zu, kommt es zu dieser nicht ganz praxisnahen Anzeige.
Heute Mittag betrug der Vorsprung laut Tracker nur noch 28 Seemeilen. Team Brunel hatte beim aktuellen Report mit nur einem Knoten Speed in der Flaute eingeparkt und die Verfolger holten dramatisch auf.
Fast exakt im Kielwasser von Team Brunel folgt Abu Dhabi Ocean Racing. Das Team hat sich kontinuierlich von den anderen vier abgesetzt und jetzt den zweiten Platz sicher inne. Team Alvimedica auf drei liegt ebenfalls wiederum im Kielwasser von Abu Dhabi.
Die Analyse der aktuellen Situation
Diese drei Boote bilden eine Gruppe, die sich am weitesten südwestlich befindet. Die drei Verfolger segeln mehr im Osten, zuletzt hatte sich auch Mapfre dorthin orientiert.
Laut Rennbericht soll es im Osten mehr Wind geben. Mit dem Abflauen des Windes hat dieser vorn auch deutlich nach rechts gedreht. Brunel reagierte nach anfänglichem Südkurs darauf mit einer Wende nach Osten, weg von der Ideallinie, hin zum Wind.
Die Letzten des Feldes, Dongfeng Race Team, hatte zur selben Zeit noch rund 13 Knoten Speed drauf und innerhalb von nur drei Stunden 39 Seemeilen aufgeholt. Spannender geht es kaum.

Chefredakteur Digital