Die Passage von Sri Lanka vor anderthalb Tagen könnte eine Vorentscheidung für die Überquerung des bengalischen Golfes gewesen sein. Dabei hatten die am stärksten eingeschätzten Teams Brunel und Abu Dhabi Ocean Racing am meisten Pech.
Dongfeng Race Team an der Spitze hielt sich am weitesten östlich, segelte so den engsten Bogen, aber auch am dichtesten im Windschatten der Insel. Die Verfolger, allen voran Abu Dhabi, schlossen bis in Sichtweite auf, zuvor hatte das chinesische Boot mehr als 30 Seemeilen in Führung gelegen. Doch Skipper Charles Caudrelier hatte offenbar den besseren Riecher oder einfach mehr Glück. Er erreichte als Erster die frischen, beschleunigten Winde an der Südostseite Sri Lankas und zog davon.
Doch für Brunel und Abu Dhabi kam es noch schlimmer. Die anderen drei zurückliegenden Teams schlossen auf, segelten noch etwas weiter westlich und bekamen den frischen Wind fast zeitgleich.
So konnte bis heute, zur Halbzeit dieser Etappe, nach gesegelter Strecke Dongfeng Race Team erneut einen Vorsprung von über 40 Seemeilen etablieren. Und es sieht sogar so aus, als könnte das Team sich einen Geschwindigkeitsvorteil erarbeitet haben. Denn der verfolgende Viererpack holt nicht auf, obwohl er in Sichtweite zueinander liegt und sich damit eigentlich gegenseitig antreiben sollte.
Videozusammenfassung der Sri-Lanka-Passage

Chefredakteur Digital