Volvo Ocean RaceHärtetest: schwerer Sturm angesagt

Lars Bolle

 · 22.03.2015

Volvo Ocean Race: Härtetest: schwerer Sturm angesagtFoto: Matt Knighton / Abu Dhabi Ocean Racing / Volvo Ocean Race
Phil Harmer vom Team Abu Dhabi Ocean Racing beim Versuch, seine Zähne ohne Salzwasser zu putzen
Bis zu 50 Knoten Wind, in Böen darüber, sollen in der Nacht die Flotte erreichen. Wer zieht durch, wer geht in den Sicherheitsmodus?

Das holländische Team Brunel ist mit den Bedingungen im Southern Ocean bisher am besten zurechtgekommen. Die gesamte Flotte hat einen südöstlichen Kurs gewählt, um von den im Süden starken Westsüdwestwinden zu profitieren. Dabei gelang es Brunel, sich aus der Mitte heraus mit besserem Speed abzusetzen. Über 50 Seemeilen betrug am Vormittag der Vorsprung vor Abu Dhabi Ocean Racing. Bisher haben die Boote am meisten verloren, die am weitesten südlich lagen. Sie hatten versucht, sich am Samstag durch Wenden nach Süden aus einem Leichtwindgebiet zu befreien. Die bessere Wahl wäre jedoch der direkte Kurs nach Osten gewesen.

An Bord des führenden Teams Brunel

Die aktuellen Bedingungen sind ohnehin schon hart, mit nur zehn Grad Lufttemperatur, gut über 20 Knoten Wind aus achterlichen Richtungen und ebenso viel Speed. Für heute Abend und die Nacht ist jedoch der Durchzug einer Kaltfront vorhergesagt, und es dürfte ein schwerer Test für die Crews und das Material werden. Die Front soll von West durchziehen und sich mit 25 bis 40 Knoten Wind ankündigen. Mit ihrer Passage soll der Wind auf Südwesten drehen und 35 bis 50 Knoten, in Böen deutlich darüber, erreichen.

  Die Positionen um 11.00 UhrFoto: Volvo Ocean Race Die Positionen um 11.00 Uhr  Die Windsituation: Zyklon "Reuben" wird die Flotte nicht mehr beeinflussen. Entlang der Eiszone herrscht am meisten Wind, nach Norden wird er schwächerFoto: MeteoEarth Die Windsituation: Zyklon "Reuben" wird die Flotte nicht mehr beeinflussen. Entlang der Eiszone herrscht am meisten Wind, nach Norden wird er schwächer

Je weiter südlich sich ein Team befindet, desto mehr Wind muss es erwarten. Die Navigatoren spekulieren damit, dass deshalb einige nach Norden halsen könnten, wo die Bedingungen etwas moderater sein sollen, der Weg jedoch auch länger wird. Beim aktuellen Update um 11.00 Uhr hatte Team SCA bereits gehalst.

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Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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