Das holländische Team Brunel ist mit den Bedingungen im Southern Ocean bisher am besten zurechtgekommen. Die gesamte Flotte hat einen südöstlichen Kurs gewählt, um von den im Süden starken Westsüdwestwinden zu profitieren. Dabei gelang es Brunel, sich aus der Mitte heraus mit besserem Speed abzusetzen. Über 50 Seemeilen betrug am Vormittag der Vorsprung vor Abu Dhabi Ocean Racing. Bisher haben die Boote am meisten verloren, die am weitesten südlich lagen. Sie hatten versucht, sich am Samstag durch Wenden nach Süden aus einem Leichtwindgebiet zu befreien. Die bessere Wahl wäre jedoch der direkte Kurs nach Osten gewesen.
An Bord des führenden Teams Brunel
Die aktuellen Bedingungen sind ohnehin schon hart, mit nur zehn Grad Lufttemperatur, gut über 20 Knoten Wind aus achterlichen Richtungen und ebenso viel Speed. Für heute Abend und die Nacht ist jedoch der Durchzug einer Kaltfront vorhergesagt, und es dürfte ein schwerer Test für die Crews und das Material werden. Die Front soll von West durchziehen und sich mit 25 bis 40 Knoten Wind ankündigen. Mit ihrer Passage soll der Wind auf Südwesten drehen und 35 bis 50 Knoten, in Böen deutlich darüber, erreichen.
Je weiter südlich sich ein Team befindet, desto mehr Wind muss es erwarten. Die Navigatoren spekulieren damit, dass deshalb einige nach Norden halsen könnten, wo die Bedingungen etwas moderater sein sollen, der Weg jedoch auch länger wird. Beim aktuellen Update um 11.00 Uhr hatte Team SCA bereits gehalst.

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