Volvo Ocean RaceFührungswechsel und Ausbruch

Lars Bolle

 · 10.02.2015

Volvo Ocean Race: Führungswechsel und AusbruchFoto: Volvo Ocean Race
Die Positionen am Morgen
Die Nordspitze der Philippinen ist passiert und das Race in eine hochspannende Phase getreten. Das Feld liegt nicht mehr zusammen

Kurz vor Erreichen der Nordspitze der Philippinen sind Brunel und Team SCA mit einer Wende nach Norden ausgebrochen und haben sich vom Feld abgesetzt, während dieses dicht unter der Küste entlangkreuzte. Dabei konnte sich vorerst Abu Dhabi Ocean Racing an die Spitze setzen, jedoch knapp gefolgt von den anderen dreien.

  Die aktuelle Strömungssituation an der Nordspitze der PhilippinenFoto: earth Die aktuelle Strömungssituation an der Nordspitze der Philippinen

Im Norden werden aktuell die Teams SCA und Brunel weit hinten gelistet, mit rund 140 bis 150 Seemeilen Rückstand. Doch diese Angabe täuscht, alle befinden sich weitab des kürzesten Kurses, womit die Entfernungsberechnungen nicht viel wert sind.

Die Orientierung nach Norden hat den Grund, dem starken Kuroshio-Strom auszuweichen, der nordwestlich setzt. So können sich die Teams nach Norden setzen lassen und müssen nicht gegen ihn segeln. Brunel und SCA sind zudem der starken Kompression des Stromes an der Küste der Philippinen ausgewichen.

Zuletzt wehte es nur noch mit 11 bis 15 Knoten. Das zweite taktisch wichtige Ziel muss sein, als Erster frischen Wind im Nordpazifik zu bekommen und nach Süden abzudrehen. Der Race-Viewer des Veranstalters sagt eine Winddrehung nach rechts voraus, die das weiter rechts und südlicher liegende Quartett bevorteilen würde.

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Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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