Volvo Ocean RaceEs kann nur einen geben!

Tatjana Pokorny

 · 13.06.2018

Volvo Ocean Race: Es kann nur einen geben!Foto: Nils Campe/YACHT, Riou/Forst, Volvo Ocean Race
Wer gewinnt den Dreikampf um den Sieg im 13. Volvo Ocean Race: Charles Caudrelier (Dongfeng), Xabí Fernandez (Mapfre) oder Bouwe Bekking (Brunel)? Die Collage hat YACHT-Art-Director Nils Campe zusammengestellt
Die Teams der Skipper Xabí Fernandez, Charles Caudrelier und Bouwe Bekking ringen um die Krone im Volvo Ocean Race. Ein packender Dreikampf

Die Endphase im Volvo Ocean Race serviert spektakulär spannenden Sport! Auf der Zielgeraden nach Göteborg liefern sich Bouwe Bekkings Team Brunel und Xabí Fernandez' Team Mapfre ein packendes Duell. Wegschauen ist für Fans kaum mehr möglich, denn es geht um mehr als nur den Etappensieg. Als Team Brunel am Donnerstagmorgen um 11.02 Uhr nach furioser Aufholjagd erstmals mit dem roten Boot der Spanier gleichzog und sich ab 11.39 Uhr nach mehreren Positionswechseln dauerhaft an der Spitze etablierte, überschlugen sich die Kommentare von Beobachtern und Anhängern beider Teams, die weiter ganz eng beieinander wie beim Armdrücken miteinander ringen und noch das letzte Zehntel Speed aus ihren bereits über 45.000 Seemeilen gequälten Booten herausquetschen.

Die Experten im Volvo-Ocean-Race-Hauptquartier wissen die Fans mit ihren Kommentaren in den Bann zu ziehen. Als Brunel zur Überholung von Mapfre ansetzte, entfuhr es dem Neuseeländer Conrad Colman: "Da ist Brunel nur noch Augenblicke davon entfernt, Mapfre einen Killer-Schlag zu versetzen. Das ist irre. Das gab es noch nie im Volvo Ocean Race." Gemeint ist die "Schlacht" um den Gesamtsieg, die von den im Gesamtklassement führenden drei Booten auf Höchstniveau geführt wird. "Das hier könnten die Momente sein", so Coleman, "in denen sich der gesamte Ausgang des Rennens entscheidet."

Bei Geschwindigkeiten um 17 bis 20 Knoten wetteiferten Team Brunel und Mapfre am frühen Donnerstagnachmittag Göteborg entgegen, während Charles Caudreliers Dongfeng Race Team seinen über Nacht erlittenen Rückstand von inzwischen knapp sechs Seemeilen immer noch hinterherhetzte. Schlimmer noch aus Sicht des französisch-chinesischen Teams, das die Gesamtwertung vor Ende dieser zehnten von elf Etappen angeführt hatte: Aktuell hat AkzoNobel den dritten Podiumsplatz inne. Und es sieht angesichts schneller Zwischenzeiten der Holländer auch nicht so aus, als würden Simeon Tienpont und seine Crew diesen so leicht wieder hergeben. Brunel wie Mapfre kommt die Situation mehr als entgegen. Sie werden hoffen, dass AkzoNobel Dongfeng in Schach hält, während sie selbst um den Etappensieg und die Position der neuen Nummer eins im Gesamtklassement vor dem Schlussspurt nach Den Haag kämpfen. Was sich die niederländischen Fans im finalen Zielhafen des Volvo Ocean Race wünschen, dürfte klar sein: beide holländischen Boote auf dem Podium.

  Kann AkzoNobel das Dongfeng Race Team im Endspurt in Schach halten?Foto: James Blake/Volvo Ocean Race Kann AkzoNobel das Dongfeng Race Team im Endspurt in Schach halten?
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Tatjana Pokorny

Tatjana Pokorny

Freie Reporterin Sport

Tatjana „tati“ Pokorny ist Autorin von neun Büchern. Sie arbeitet als Reporterin für die YACHT, berichtete unter anderem von neun Olympischen Spielen, als Korrespondentin für die Deutsche Presse-Agentur (DPA), das Hamburger Abendblatt sowie weitere nationale und internationale Medien. Kernthemen sind der America's Cup, das Ocean Race, die Vendée Globe, SailGP und weitere nationale und internationale Regatten und ihre Protagonisten. Lieblingsdisziplin: Portraits von und Interviews mit Segelsportpersönlichkeiten.

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