Seit dem Start in Itajai liegt Puma voran, manchmal komfortabel doch jetzt nur noch um Haaresbreite. Camper und Telefonica haben nach der Konvergenzzone am Äquator die Lücke schließen können und liegen knapp dahinter auf der Lauer. Bis auf eine halbe Meile war Pumas Vorsprung schon zusammengeschmolzen, bevor er wieder etwas wuchs. Alle Boote haben jede Unze Tuch gesetzt und brettern mit rund 22 Knoten Schnitt nach Nordwesten, Richtung Etappenziel in Florida.
„Das ist ein äußerst angenehmes Segeln”, kommentierte Telefonicas Navigator Andrew Cape. „Wir sind im Passat, Windstärke 5, alle in Sichtweite.” Die rote Camper und die blaue Telefonica wollen in den nächsten 24 Stunden alles daran setzten, um an die Spitze zu kommen, denn so toll wird es nicht mehr lange bleiben. Die Wetterprognose prophezeit, dass auf Höhe der karibischen Inseln der Wind wieder leicht und unbeständig wird, womit dem Zufall wieder Tür und Tor offen stehen.
Auf genau dieses Szenario hoffen die 120 bzw. 135 Meilen achteraus liegenden Groupama und Abu Dhabi, die nur noch dann wieder zurück ins Rennen finden können, wenn sich die Spitzengruppe einparken sollte. „Wir haben in den Doldrums einige Meilen zurückgeholt”, sagt Franck Cammas, der Skipper der Franzosen. „Vorher waren wir 12 Stunden zurück, jetzt sind es nur noch 6. Auch wenn der Kampf derzeit auf 100 Meilen Distanz ausgefochten wird, ist es immer noch ein Kampf.”
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