Volvo Ocean RaceDongfeng gewinnt – Zweikampf eröffnet

Lars Bolle

 · 06.05.2015

Volvo Ocean Race: Dongfeng gewinnt – Zweikampf eröffnetFoto: Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

Die sechste Etappe ging an das chinesisch-finanzierte Team Dongfeng. Damit bewahrte es sich eine Chance auf den Gesamtsieg gegen Abu Dhabi

Skipper Charles Caudrelier und sein Dongfeng Race Team haben sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach einem Ausfall auf der fünften Etappe wegen Mastbruchs segelten sie auf dem Teilstück von Itajai nach Newport sofort wieder an die Spitze. Damit verkürzte sich zugleich der Rückstand auf den Gesamtführenden, Abu Dhabi Ocean Racing, von sieben auf sechs Punkte. Bei noch drei verbleibenden Etappen ist damit der Sieg noch offen, schon ein Ausfall von Abu Dhabi würde einen Führungswechsel bedeuten.

  Das siegreiche Team DongfengFoto: Billie Weiss / Volvo Ocean Race
Das siegreiche Team Dongfeng

Caudrelier bedankte sich im Ziel vor allem bei seinen Technikern an Land. In weniger als einer Woche hatten sie in Itajai ein neues Rigg gestellt: "ein fantastischer Job", so Caudrelier.

Es war eine äußerst knappe Entscheidung in Newport. Noch 30 Seemeilen vor dem Ziel, querab von Block Island, lag Dongfeng nur rund vier Bootslängen vor Abu Dhabi. "Wir waren kurz davor, sie zu überlaufen, aber sie haben dagegengehalten. Ein sehr verdienter Sieg", so Skipper Ian Walker, der sein Team nur dreieinhalb Minuten nach Dongfeng über die Linie steuerte.

Das Race hatte für Dongfeng gleich mit Problemen begonnen. Am zweiten Tag ging der Wassermacher kaputt – wäre die Reparatur mit Bordmitteln nicht gelungen, hätte das einen Stopp von zwölf Stunden zum Reparieren bedeutet. Angesichts der Zeitabstände im Ziel hatte das einen weiteren letzten Platz mit sich gebracht. So ging Team Brunel nur 53 Minuten hinter Dongfeng durchs Ziel, die 17 Tage, 9 Stunden und 3 Minuten benötigten. Mapfre lag eineinhalb Stunden zurück, Team Alvimedica etwas über fünf Stunden. Team SCA segelt noch kurz vor dem Ziel.

In der Gesamtwertung liegt Team Brunel damit zwar auf Platz drei, Skipper Bouwe Bekking hat die Hoffnung auf den Gesamtsieg jedoch bereits aufgegeben. "Das Race ist für uns verloren", so der Holländer, "das müssen wir der Öffentlichkeit so klar sagen. Abu Dhabi hat einen uneinholbaren Vorsprung vor uns. Dongfeng hat noch eine gute Chance. Unser Ziel ist jetzt der zweite Platz."

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