Egal, was der Atlantik bisher bei diesem doch recht angenehmen Teilstück des aktuellen Volvo Ocean Race auftischte, Ken Read und sein Puma-Team hatten bisher immer die richtigen Antworten parat und konnten sich so die beiden unmittelbaren Verfolger Camper und Telefonica vom Leib halten. Etwa 500 Meilen vor dem Ziel, etwa auf der Höhe von den Bahamas, droht allerdings noch einmal ein Parkplatz, was den Hinteren Hoffnung gibt, den Rückstand zu verkleinern oder gar einen Heimsieg der „Mar Mostro” zu vereiteln.
„Da gibt’s sicher viel glattes Wasser, bis zu 100 Meilen breit, und das zu navigieren wird Zeit brauchen”, meinte Chris Nicholson, der australische Skipper des neuseeländischen Bootes. „Das birgt Risiken, aber auch Chancen.” Die Neuseeländer haben über Nacht weiter Boden gutgemacht und lagen beim Positionsreport von Montag um 6 Uhr 15 etwa 18 Meilen zurück, während Telefonica schon 46 Meilen fehlten.
So sehr die Verfolger auf die positiven Seiten eines durch Flaute hervorgerufenen Staus hoffen, müssen sie dabei auch die Nachzügler Groupama und Abu Dhabi im Auge behalten, die nichts zu verlieren haben und im Falle Groupamas einen extrem westlichen Kurs absetzen, um vielleicht doch noch von der Situation zu profitieren. Sie liegen noch weit außerhalb der Schlagdistanz, waren allerdings mit mehr Wind deutlich schneller unterwegs als das Führungstrio. Es bleibt spannend. Der Zieleinlauf in Miami wird am Mittwoch erwartet.
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