Volvo Ocean RaceDie Stauzone in den Bahamas

Dieter Loibner

 · 06.05.2012

Volvo Ocean Race: Die Stauzone in den BahamasFoto: Hamish Hooper/Camper
Mit dem Roten auf dem Blauen: Camper bleibt an Puma dran
Puma führte die 6. VOR-Etappe seit dem Start an, mal knapp, mal souverän. Doch leichter, unsteter Wind lässt die Verfolger nochmals hoffen
  Gen Westen: Puma bekam als erstes Boot den Effekt der Flaute zu spürenFoto: Amory Ross/Puma Ocean Racing Gen Westen: Puma bekam als erstes Boot den Effekt der Flaute zu spüren

Egal, was der Atlantik bisher bei diesem doch recht angenehmen Teilstück des aktuellen Volvo Ocean Race auftischte, Ken Read und sein Puma-Team hatten bisher immer die richtigen Antworten parat und konnten sich so die beiden unmittelbaren Verfolger Camper und Telefonica vom Leib halten. Etwa 500 Meilen vor dem Ziel, etwa auf der Höhe von den Bahamas, droht allerdings noch einmal ein Parkplatz, was den Hinteren Hoffnung gibt, den Rückstand zu verkleinern oder gar einen Heimsieg der „Mar Mostro” zu vereiteln.

  Wo lang? Tony Mutter (l.) und Navigator Tom Addis hecken Pumas Taktik ausFoto: Amory Ross/Puma Ocean Racing Wo lang? Tony Mutter (l.) und Navigator Tom Addis hecken Pumas Taktik aus

„Da gibt’s sicher viel glattes Wasser, bis zu 100 Meilen breit, und das zu navigieren wird Zeit brauchen”, meinte Chris Nicholson, der australische Skipper des neuseeländischen Bootes. „Das birgt Risiken, aber auch Chancen.” Die Neuseeländer haben über Nacht weiter Boden gutgemacht und lagen beim Positionsreport von Montag um 6 Uhr 15 etwa 18 Meilen zurück, während Telefonica schon 46 Meilen fehlten.

  Mit dem Roten auf dem Blauen: Camper bleibt an Puma dranFoto: Hamish Hooper/Camper Mit dem Roten auf dem Blauen: Camper bleibt an Puma dran

So sehr die Verfolger auf die positiven Seiten eines durch Flaute hervorgerufenen Staus hoffen, müssen sie dabei auch die Nachzügler Groupama und Abu Dhabi im Auge behalten, die nichts zu verlieren haben und im Falle Groupamas einen extrem westlichen Kurs absetzen, um vielleicht doch noch von der Situation zu profitieren. Sie liegen noch weit außerhalb der Schlagdistanz, waren allerdings mit mehr Wind deutlich schneller unterwegs als das Führungstrio. Es bleibt spannend. Der Zieleinlauf in Miami wird am Mittwoch erwartet.

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