Volvo Ocean RaceDie letzten 180 Seemeilen laufen: "Maximaler Stress an Bord"

Tatjana Pokorny

 · 06.05.2018

The Ocean Race-Special wird präsentiert von
Volvo Ocean Race: Die letzten 180 Seemeilen laufen: "Maximaler Stress an Bord"Foto: Volvo Ocean Race
Etappe 8

Im Endspurt von Etappe 8 haben die Crews auf den intensiven Inshore-Modus umgeschaltet. Noch immer verteidigt Team Brunel die Führung – reicht es bis Newport?

Es herrscht weiter Hochspannung im Endspurt von Etappe 8. Noch immer verteidigt Bouwe Bekkings Team Brunel auf Kurs Newport die am 1. Mai erkämpfte Führung. Am Morgen hat sich die Front verabschiedet, die alle Mannschaften mit Winden mit teilweise bis zu knapp 40 Knoten noch einmal körperlich extrem gefordert hat. Meilengewinner der letzten 48 Stunden ist David Witts Team Sun Hung Kai / Scallywag. Das Schlusslicht der Flotte hat seinen Rückstand um mehr als 100 Seemeilen verringert, segelt der Spitzengruppe aber immer noch mit knapp 100 Seemeilen Rückstand hinterher und dürfte kaum mehr Chancen aufs Eingreifen in den Kampf um die Podiumsplätze haben.

  Die Front kurz vor Erreichen des Zielhafens weckte noch einmal Erinnerungen an die Bilder aus dem Southern OceanFoto: Sam Greenfield/Volvo Ocean Race
Die Front kurz vor Erreichen des Zielhafens weckte noch einmal Erinnerungen an die Bilder aus dem Southern Ocean

Um den Etappensieg ringen Team Brunel, Charles Caudreliers Dongfeng Race Team und das spanische Team Mapfre, dass sich vom zwischenzeitlich vorletzten Platz an die dritte Position zurückgekämpft hat und dem in der Gesamtwertung führenden Donfeng Race Team inzwischen wieder ganz nah gekommen ist. Möglicherweise können sogar die östlich positionierten Teams Turn the Tide on Plastic, Vestas 11th Hour Racing und AkzoNobel noch in den Kampf um die Podiumsplätze eingreifen. AkzoNobel hatte jedoch am Montagnachmittag fast 60 Seemeilen Rückstand auf die Landsleute vom Team Brunel angesammelt. Von Vestas auf Platz 5 trennten AkzoNobel mehr Seemeilen als von David Witts stark aufkommendem Team Sun Hung Kai Scallywag. Die Entscheidungen werden voraussichtlich erst auf den letzten Seemeilen fallen. Die Veranstalter rechnen am frühen Dienstagmorgen zwischen 5.30 und 20.30 Uhr deutscher Zeit mit den ersten Zieldurchgängen.

  Nachtschicht im Dongfeng Race Team: Auch die französisch-chinesisch geprägte Mannschaft hat auf Inshore-Modus umgestellt, alle Segler und Seglerinnen sind dabei permanent auf StandbyFoto: Jeremia Lecauday/Volvo Ocean Race
Nachtschicht im Dongfeng Race Team: Auch die französisch-chinesisch geprägte Mannschaft hat auf Inshore-Modus umgestellt, alle Segler und Seglerinnen sind dabei permanent auf Standby
  Mapfres Aufholjagd hat die Spanier wieder in die Top Drei katapultiertFoto: Ugo Fonella/VOR
Mapfres Aufholjagd hat die Spanier wieder in die Top Drei katapultiert
  Guillermo Altadills Sohn Willy im Einsatz für das spanische Team MapfreFoto: Ugo Fonolla/Volvo Ocean Race
Guillermo Altadills Sohn Willy im Einsatz für das spanische Team Mapfre

"Bei uns an Bord herrscht maximaler Stress", erklärte Dongfeng-Skipper Charles Caudrelier im Schlussspurt. Gleichzeitig erklärte der Mann, der bei seinem dritten Start um den ersten Gesamtsieg kämpft, dass sein Team sich in der Rolle des Jägers durchaus wohl fühle. Wie das Kräftemessen ausgeht, wird sich in weniger als 20 Stunden zeigen.