Am Start war es zunächst das spanische Team Mapfre, dass sich mit dominanter Positionierung und gutem Speed in 20 Knoten Wind und Sonnenschein am besten hatte in Szene setzen können. Dicht gefolgt von Dongfeng und Brunel, hatten die Spitzenreiter der Gesamtwertung mit Neuseelands Olympiasieger und America's-Cup-Gewinner Blair Tuke an Bord sofort das Kommando übernommen. Nach zwei von bis zu einer halben Million Fans an Land und auf dem Wasser bejubelten Runden im Hafen vor Auckland ging es für die sieben Teams dann hinaus aufs offene Meer. Auf dem 7600 Seemeilen langen Kurs von Neuseeland nach Itajaí erwartet die Mannschaften die Herausforderungen des Südpolarmeeres in den eisigen und stürmischen Breitengraden der "Brüllenden Vierziger" und der "Furiosen Fünfziger". "Hundert Prozent alle Segler, die diese Etappe schon einmal bestritten haben, erzählen, dass sie zu hart ist", sagte Dongfeng-Skipper Charles Caudrelier, "doch wenn du erst einmal Kap Hoorn passiert hast, dann stellt sich dieses enorme Stolzgefühl ein, dass du deine Ängste besiegt hast."
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In etwa 18 bis 19 Tagen werden die Mannschaften im brasilianischen Hafen Itajaí erwartet. Bis dahin steht viel auf dem Spiel, denn mit insgesamt 16 Punkten ist dieser Abschnitt hoch dotiert. Es geht – wie auf allen drei Südpolarmeer-Etappen – um doppelte Punkte und außerdem um einen Bonus-Punkt für das erste Boot bei Kap Hoorn und einen weiteren Extra-Punkt für den Etappensieger. Damit eröffnet dieser wichtige Abschnitt der 13. Auflage des Meeres-Marathons den Spitzenreitern die Chance, sich noch deutlicher vom Feld abzusetzen. Gleichzeitig haben die Verfolger die Möglichkeit, ihren teilweise deutlichen Rückstand auf Mapfre und das Dongfeng Race Team entscheidend zu verringern.
Erstmals geht es bei dieser Runde um die Welt ohne die Möglichkeit zum 24-Stunden-Wechsel in den "unsichtbaren" Stealth-Modus zur Sache. Die "Tarnkappe" darf nicht mehr aufgesetzt werden. Darauf hatten sich die Teilnehmer am vergangenen Freitag bei einem Briefing mit dem Regatta-Managament geeinigt. Weil das Versteckspiel von den Mannschaften während der bisherigen Etappen vor allem gegen Ende betrieben wurde, die Fans dann aber das größte Interesse an den Positionsangaben haben, hatten sich alle Beteiligten auf die Streichung dieser taktischen Variante verständigt. Die Rennleitung hatte zunächst vorgeschlagen, das Limit für das Abtauchen in den Stealth-Modus auf 500 statt 200 Seemeilen vor der Ziellinie zu erweitern. Doch die Teams wollten lieber vollständig auf die Möglichkeit verzichten.

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