Volvo Ocean RaceDie Königsetappe hat begonnen

Tatjana Pokorny

 · 17.03.2018

Volvo Ocean Race: Die Königsetappe hat begonnenFoto: Ainhoa Sanchez/VOR

Abschied aus Auckland: Nach dreiwöchigem Zwischenstopp ist die Flotte in die Härte-Etappe gestartet. Nach 8 Stunden lagen Brunel und Dongfeng vorne

Am Start war es zunächst das spanische Team Mapfre, dass sich mit dominanter Positionierung und gutem Speed in 20 Knoten Wind und Sonnenschein am besten hatte in Szene setzen können. Dicht gefolgt von Dongfeng und Brunel, hatten die Spitzenreiter der Gesamtwertung mit Neuseelands Olympiasieger und America's-Cup-Gewinner Blair Tuke an Bord sofort das Kommando übernommen. Nach zwei von bis zu einer halben Million Fans an Land und auf dem Wasser bejubelten Runden im Hafen vor Auckland ging es für die sieben Teams dann hinaus aufs offene Meer. Auf dem 7600 Seemeilen langen Kurs von Neuseeland nach Itajaí erwartet die Mannschaften die Herausforderungen des Südpolarmeeres in den eisigen und stürmischen Breitengraden der "Brüllenden Vierziger" und der "Furiosen Fünfziger". "Hundert Prozent alle Segler, die diese Etappe schon einmal bestritten haben, erzählen, dass sie zu hart ist", sagte Dongfeng-Skipper Charles Caudrelier, "doch wenn du erst einmal Kap Hoorn passiert hast, dann stellt sich dieses enorme Stolzgefühl ein, dass du deine Ängste besiegt hast."

  Etappe 7 hat begonnen! Die Positionen der Boote knapp 8 Stunden nach dem Start vor AucklandFoto: VOR/Screenshot
Etappe 7 hat begonnen! Die Positionen der Boote knapp 8 Stunden nach dem Start vor Auckland

Goodbye, Auckland! Die Volvo-Ocean-Race-Flotte verabschiedet sich furios von der "City of Sails"

In etwa 18 bis 19 Tagen werden die Mannschaften im brasilianischen Hafen Itajaí erwartet. Bis dahin steht viel auf dem Spiel, denn mit insgesamt 16 Punkten ist dieser Abschnitt hoch dotiert. Es geht – wie auf allen drei Südpolarmeer-Etappen – um doppelte Punkte und außerdem um einen Bonus-Punkt für das erste Boot bei Kap Hoorn und einen weiteren Extra-Punkt für den Etappensieger. Damit eröffnet dieser wichtige Abschnitt der 13. Auflage des Meeres-Marathons den Spitzenreitern die Chance, sich noch deutlicher vom Feld abzusetzen. Gleichzeitig haben die Verfolger die Möglichkeit, ihren teilweise deutlichen Rückstand auf Mapfre und das Dongfeng Race Team entscheidend zu verringern.

  Screenshot von der Live-Übertragung: Der Moment in dem der Startschuss fällt – Mapfre eröffnet das Rennen idealFoto: VOR/Screenshot
Screenshot von der Live-Übertragung: Der Moment in dem der Startschuss fällt – Mapfre eröffnet das Rennen ideal

Erstmals geht es bei dieser Runde um die Welt ohne die Möglichkeit zum 24-Stunden-Wechsel in den "unsichtbaren" Stealth-Modus zur Sache. Die "Tarnkappe" darf nicht mehr aufgesetzt werden. Darauf hatten sich die Teilnehmer am vergangenen Freitag bei einem Briefing mit dem Regatta-Managament geeinigt. Weil das Versteckspiel von den Mannschaften während der bisherigen Etappen vor allem gegen Ende betrieben wurde, die Fans dann aber das größte Interesse an den Positionsangaben haben, hatten sich alle Beteiligten auf die Streichung dieser taktischen Variante verständigt. Die Rennleitung hatte zunächst vorgeschlagen, das Limit für das Abtauchen in den Stealth-Modus auf 500 statt 200 Seemeilen vor der Ziellinie zu erweitern. Doch die Teams wollten lieber vollständig auf die Möglichkeit verzichten.

  Zweimal schon hat Dongfeng-Skipper Charles Caudrelier die Königsetappe von Neuseeland nach Brasilien bestritten. Zweimal erlitten seine Teams (Groupama, Dongfeng) Mastbruch. Kann er Itajaí dieses Mal unbeschädigt erreichen?Foto: Ainhoa Sanchez/VOR
Zweimal schon hat Dongfeng-Skipper Charles Caudrelier die Königsetappe von Neuseeland nach Brasilien bestritten. Zweimal erlitten seine Teams (Groupama, Dongfeng) Mastbruch. Kann er Itajaí dieses Mal unbeschädigt erreichen?
  Imposantes Segeln vor Auckland: In 20 Knoten Wind machten die Teams den Start zu 7. Etappe zu einem segelsportlichen GenussFoto: Ainhoa Sanchez/VOR
Imposantes Segeln vor Auckland: In 20 Knoten Wind machten die Teams den Start zu 7. Etappe zu einem segelsportlichen Genuss
  Nach der tragischen Kollision vor Hongkong und zwei verpassten Etappen wieder am Start: Charlie Enrights Team Vestas 11th Hour RacingFoto: Ainhoa Sanchez/VOR
Nach der tragischen Kollision vor Hongkong und zwei verpassten Etappen wieder am Start: Charlie Enrights Team Vestas 11th Hour Racing
  Rasende VO65-Yachten in nahezu perfekten Segelbedingungen: "Mapfre" gewann den StartFoto: Ainhoa Sanchez/VOR
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  Anspruchsvoller Arbeitsplatz auf dem Weg in den Southern Ocean: Hier die Vorschiffsleute vom Team Sun Hung Kai / ScallywagFoto: Ainhoa Sanchez/VOR
Anspruchsvoller Arbeitsplatz auf dem Weg in den Southern Ocean: Hier die Vorschiffsleute vom Team Sun Hung Kai / Scallywag

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