Volvo Ocean RaceDie Kiwis wollen die Welt erobern

Tatjana Pokorny

 · 26.02.2014

Volvo Ocean Race: Die Kiwis wollen die Welt erobernFoto: PAUL TODD/Volvo Ocean Race
Im letzten Volvo Ocean Race hieß der Sponsor Camper. Nun wollen Team New Zealand und der Spanier Pedro Campos mit seinem Campos-Team erneut Seite an Seite ins Volvo Ocean Race starten. Skipper soll wieder Chris Nicholson sein, der aus seinem zweiten Platz im zweiten Anlauf gern einen Sieg machen würde
Unter Doppel-Flagge: Team New Zealand hat einen Deal mit dem spanischen Team Campos unterzeichnet und will im Volvo Ocean Race starten

Sie haben eine offene Rechnung aus dem Jahr 2012 zu begleichen und wollen es noch einmal wissen: Die Kiwis planen einen Start im Volvo Ocean Race! Nach übereinstimmenden Berichten der spanischen Journalisten Nicolas Terry und Pierre Orphanidis will das im America's Cup so bitter knapp geschlagene Team New Zealand sein Glück erneut im Volvo Ocean Race versuchen.

  Das letzte Volvo Ocean Race 2011/2012 endete in dieser Reihenfolge: Groupama triumphierte vor Camper. Hier eine Symbolszene am Fastnet RockFoto: Ian Roman/Volvo Ocean Race Das letzte Volvo Ocean Race 2011/2012 endete in dieser Reihenfolge: Groupama triumphierte vor Camper. Hier eine Symbolszene am Fastnet Rock

Nach Platz zwei beim Volvo Ocean Race 2011/2012 wollen die Neuseeländer unter Skipper Chris Nicholson erneut als Partner von Pedros Campos und dem Team Campos im bekanntesten Mannschaftsrennen um die Welt antreten. Das bestätigte Teamchef Grant Dalton inzwischen auch dem neuseeländischen Fernsehsender TV3. Das sieghungrige Team plant, unter spanisch-neuseeländischer Doppel-Flagge anzutreten und soll ein Zielbudget von rund 30 Millionen Neuseeland-Dollar (rund 18 Million Euro) haben.

  Bei der letzten VOR-Auflage als Camper-Skipper im Einsatz: Chris NicholsonFoto: Hamish Hooper/Camper Bei der letzten VOR-Auflage als Camper-Skipper im Einsatz: Chris Nicholson  Grant DaltonFoto: Volvo Ocean Race Grant Dalton

Dalton war vom Pressewirbel bei seiner Ankunft in Auckland überrascht und äußerte sich im ersten Fernsehinterview zurückhaltend. "Wir haben eine Partnerschaft mit Leuten besiegelt, die wir kennen", sagte der Weltumsegler und America's-Cup-Veteran. "Wir haben uns auf die Basisparameter geeinigt und darüber gesprochen, wie wir es machen würden. Es ist aber ziemlich schwierig zurzeit, einen solchen Geldbetrag zusammenzukommen."

Seine Hoffnungen auf den zweiten Start des Teams im Volvo Ocean Race begründete Dalton sachlich: "AT und die Regierung haben Geld in den Stopover in Auckland investiert, und ich glaube, dass es wichtig ist, dass dieses Land daran teilhat. Es wäre gut, wenn ein Boot aus Neuseeland dabei wäre." Ob Dalton bei seinem ersten Interview in Auckland tasächlich vom Pressewirbel überrascht war oder nur gut geschauspielert hat, war ihm nicht anzumerken. Er grinste, als er sagte: "Die Story war in diesem Fall etwas schneller zu Hause als ich. Wie auch immer das geschehen konnte ... Wir hoffen, dass JB, die Spanier und wir das Geld zusammenbringen und ein Boot ins Rennen schicken können." Dalton erzählte auch, dass "dieses Rennen seit meinen Twen-Zeiten in meinem Blut ist", er es "nie richtig loslassen konnte" und es "sehr wichtig" für ihn sei.

Angesprochen auf aktuelle America's-Cup-Aktivitäten vom Team New Zealand winkte der 56-jährige sechsmalige Whitbread-/Volvo-Ocean Race-Teilnehmer lächelnd ab und verwies darauf, dass die amerikanischen Verteidiger zunächst einmal die Regeln für die nächste Auflage bekanntgeben müssten, bevor sein Team ernsthafte Verhandlungen mit Sponsoren aufnehmen könne.

Da liegt das Volvo Ocean Race viel näher: Es beginnt am 4. Oktober in Alicante und führt über 38.739 Seemeilen in den schwedischen Zielhafen Göteborg. Und bekommt nun möglicherweise schon bald einen neuen Co-Favoriten.

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Tatjana Pokorny

Tatjana Pokorny

Freie Reporterin Sport

Tatjana „tati“ Pokorny ist Autorin von neun Büchern. Sie arbeitet als Reporterin für die YACHT, berichtete unter anderem von neun Olympischen Spielen, als Korrespondentin für die Deutsche Presse-Agentur (DPA), das Hamburger Abendblatt sowie weitere nationale und internationale Medien. Kernthemen sind der America's Cup, das Ocean Race, die Vendée Globe, SailGP und weitere nationale und internationale Regatten und ihre Protagonisten. Lieblingsdisziplin: Portraits von und Interviews mit Segelsportpersönlichkeiten.

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