Die Flotte hat die Straße von Hormus verlassen und segelt in der Arabischen See mit Kurs Sri Lanka. Die vergangenen drei Tage waren taktisch äußerst anspruchsvoll. Unter der pakistanischen Küste frischte der Wind bis auf 20 Knoten auf, drehte auf nördliche Richtungen und trug die Boote auf die Arabische See hinaus. Ein Hochdruckgebiet bremste die Flotte wieder ein, die Abstände verringerten sich bis auf wenige Seemeilen. Die entscheidende Frage in der vergangenen Nacht war, wer zuerst den frischen Wind findet und wie der beste Kurs verläuft.
Eine frühe Halse, weg vom südlichen Kurs, bedeutete eine Rückkehr auf die direkte Linie nach Sri Lanka, aber auch die Gefahr, in die Landabdeckung und damit schwächere Winde zu gelangen – ein Durchhalten nach Süden das Gegenteil. In den Nachrichten von Bord betonten alle Crews, wie wichtig es in solchen Situationen sei, beim Feld zu bleiben. Denn die vergangenen Etappen haben eines gelehrt: Ein Rückstand ist bei der annähernd identischen Geschwindigkeit der Einheitsklasseboote nur mit Glück aufzuholen.
Ein Beispiel für diese Taktik sind die beiden derzeitigen Schlusslichter. Die erste Halse nach Osten fuhr in der Nacht Team SCA, das in Sichtweite liegende Team Mapfre folgte sofort. Als dann die Positionen der anderen fünf Boote durchgegeben wurden und diese noch nicht gehalst hatten, gingen beide sofort wieder zurück auf den alten Kurs.
Kurz darauf halsten dann die Führenden. Mittlerweile segeln alle einen Südostkurs auf Sri Lanka zu. Wie die Windanalysen zeigen, dürfte es auf dem Weg dorthin und auch vor Ort taktisch nicht leichter werden. Unter der Westküste Indiens liegt eine Flautenzone, zwischen Indien und Sri Lanka dagegen weht es durch die Düse.
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