Volvo Ocean RaceDer schwierige Ausbruch nach Norden

Lars Bolle

 · 22.11.2014

Volvo Ocean Race: Der schwierige Ausbruch nach NordenFoto: Amory Ross/Team Alvimedica/Volvo Ocean Race
Team Alvimedica holte zuletzt stark auf
Team Abu Dhabi hat vorgelegt, die anderen zogen nach: Alle haben nach Norden gehalst. Doch ein Hochdruckgebiet liegt mitten im Weg

Nach dem turbulenten Start und sehr wechselhaften Verhältnissen segelte die Flotte zuletzt in moderaten, jedoch unsteten Bedingungen. Bei Windrichtungen zwischen 233 und 299 Grad machte Abu Dhabi Ocean Racing beim Positionsreport am Vormittag mit 9,6 Knoten den geringsten Speed. Das Team von Ian Walker hatte als erstes auf einen nördlichen Kurs gehalst, die anderen waren gefolgt. Damit lag Abu Dhabi zuletzt zwar am weitesten nördlich der Flotte, aber auch am weitesten im Westen.

  Die Positionen und Abstände am VormittagFoto: Volvo Ocean Race Die Positionen und Abstände am Vormittag

Die östlich gelegenen Boote hatten mehr Wind, Team SCA, am weitesten südlich, machte noch 18 Knoten. Doch die Geschwindigkeiten sollten bei allen immer weiter absinken, je weiter es in den Norden geht. Auf dem Weg an die Ostküste Madagaskars liegt ein Hochdruckgebiet mit leichten, umlaufenden Winden. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich die Flotte dort wie kurz nach dem Start vor Kapstadt erneut eng zusammenschiebt und es eine Art Neustart gibt. Es wird wohl auch etwas Glück nötig sein, dabei gut wegzukommen.

An Bord von Team Alvimedica

Einen Eindruck, wie eng es immer noch, mitten auf dem Ozean, zugeht, liefert ein Video von Bord der Alvimedica. Darin wird der Entscheidungsprozess deutlich, der zu einer simplen Halse führt.

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Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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