The Ocean Race

Volvo Ocean Race: Das Rennen gegen die Zeit

Tatjana Pokorny

 · 11.04.2018

Volvo Ocean Race: Das Rennen gegen die ZeitFoto: Vestas 11th Hour Racing/Volvo Ocean Race

Die Überführungsmannschaften der Teams Vestas 11th Hour Racing und Sun Hung Kai /Scallywag nähern sich dem Etappenhafen Itajaí – jeder Tag zählt

Die siebte Etappe im Volvo Ocean Race ist offiziell längst beendet. Aber immer noch kämpfen die Überführungsmannschaften zweier Teams um die schnellstmögliche Ankunft im brasilianischen Etappenhafen Itajaí. Die Crews von Vestas 11th Hour Racing und Sun Hung Kai / Scallywag hatten die Etappe aufgeben müssen. Das amerikanisch-dänische Team Vestas nach seinem Mastbruch nahe der Falkland-Inseln, die Mannschaft unter Hongkongs Flagge nach dem tragischen Tod ihres Crew-Mitglieds John Fisher, der im Southern Ocean in einem Sturm über Bord gegangen war und verschollen blieb.

  Eines der letzten Bilder von John Fisher an Bord mit seinem Team Sun Hung Kai / ScallywagFoto: Konrad Frost/VOR
Eines der letzten Bilder von John Fisher an Bord mit seinem Team Sun Hung Kai / Scallywag
  Skipper David WittFoto: Scallywag
Skipper David Witt

David Witts Team Sun Hung Kai / Scallywag hatte sich am 10. April zuletzt gemeldet. In einer kurzen Mitteilung hieß es: "Die Scallywag-Überführungsmannschaft ist auf dem Weg und kommt schnell voran, sollte demnächst die Magellanstraße verlassen können. Schon bald werden sie den südatlantischen Ozean erreicht haben und ihre Reise nach Norden in Richtung Itajaí fortsetzen." Die Magellanstraße verbindet die West- und die Ostküste von Chile. An ihrem östlichen Ausgang ist fast schon der südöstlichste Zipfel Argentiniens erreicht. Über diesen Weg kann die Kap-Hoorn-Passage umgangen, der lange Weg um Südamerika herum gespart und damit die Überführung nach Itajaí deutlich abgekürzt werden.

  Scallywags Überführungs-Team kämpft um jede Stunde, die das Boot eher in Itajaí ankommtFoto: Scallywag/Volvo Ocean Race
Scallywags Überführungs-Team kämpft um jede Stunde, die das Boot eher in Itajaí ankommt

Beim Team Vestas 11th Hour Racing hat YACHT online heute nachgefragt, wie weit die Überführungsmannschaft seit dem Ablegen von den Falkland-Inseln inzwischen vorangekommen ist. Pressesprecher Thomas John McMaw erklärte: "Sie haben nur noch weniger als 1000 Seemeilen zu absolvieren und kommen die argentinische Küste hinauf gut voran. Entsprechend der Prognosen sollten sie Itajaí zwischen Montag und Mittwoch (zwischen dem 16. und 18. April, d. Red.) erreichen. Die Rigg- und die Landmannschaft steht bereit und wird sofort die Arbeit aufnehmen, sobald das Boot ankommt. Bill Erkelens managt das mit seinem Team vor Ort. Diego Torrado und Spencer Loxton sind während der Überführung an Bord und werden bei Ankunft sehr gut wissen, welche zusätzlichen Wartungsaufgaben abgesehen vom Maststellen notwendig sein werden." McMaw hofft, dass sämtliche Arbeiten sehr schnell durchgeführt werden können und das Boot rechtzeitig zu den anstehenden Herausforderungen wieder ins Wasser geht.

  Mit diesem interessanten temporären Rigg war Vestas Überführungs-Crew von den Falkland-Inseln aus losgesegeltFoto: Vestas 11th Hour Racing/Volvo Ocean Race
Mit diesem interessanten temporären Rigg war Vestas Überführungs-Crew von den Falkland-Inseln aus losgesegelt

Das Hafenrennen für die Inshore-Wertung bei dieser 13. Auflage des Volvo Ocean Race ist für den 20. April angesetzt. Der Startschuss für die nächste der insgesamt elf Etappen fällt am 22. April. Die achte Etappe führt die Flotte dann von Itajaí über 5700 Seemeilen in den amerkanischen Bilderbch-Hafen von Newport. Aktuell gehen alle Beteiligten davon aus, dass diese Etappe ebenso wie das Hafenrennen wieder von allen sieben Teams bestritten werden kann.

  Das Basiscamp vom Team Sun Hung Kai / Scallywag im brasilianischen Etappenhafen Itajaí ist geöffnet. Hier läuft auch der Film zum Gedenken an John FisherFoto: Pedro Martinez/VOR
Das Basiscamp vom Team Sun Hung Kai / Scallywag im brasilianischen Etappenhafen Itajaí ist geöffnet. Hier läuft auch der Film zum Gedenken an John Fisher

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