Volvo Ocean RaceCrew-T-Shirts für Frachter-Diesel

Lars Bolle

 · 22.11.2011

Volvo Ocean Race: Crew-T-Shirts für Frachter-DieselFoto: Volvo Ocean Race

Der Schnellzug nach Osten ist da, und Team Telefonica hat als erstes ein Trittbrett erwischt. Puma motort derweil nach Tristan da Cunha

Team Telefonica ist kaum noch zu bremsen. Die taktische Situation (siehe unten) spricht ganz klar für die Spanier. Aufhalten kann sie nur noch Bruch.

Wie schnell das jedoch passieren kann, hat zuletzt das Team Puma Ocean Racing bewiesen. Ein Mastbruch warf die Amerikaner aus dem Race, sie haben die Etappe aufgegeben und versuchen, unter Notrigg und Motor Tristan da Cunha anzulaufen. Dazu hätte jedoch der an Bord befindliche Diesel nicht gereicht. Von dem 257 Meter langen Frachter „ZIM Monaco“ übernahm die Crew Dieselkanister über ein Leinensystem. Wie das in der Altlantikdünung vonstatten ging, zeigt das Video. Als Dank wurde ein Packen T-Shirts an die Frachterbesatzung übergeben.

Puma Ocean Racing übernimmt Dieselkanister von einem Frachter

Drei bis vier Tage unter Motor erwarten das Team. Bei den Vulkaninseln trifft es dann auf einen Frachter, der von Kapstadt aus entsendet wurde und mit einem Spezialgestell bestückt ist. Das havarierte Boot sollt per Kran an Bord gehievt werden und als Decksfracht Kapstadt erreichen.

Die Meldungen von Brüchen und Aufgaben bestimmten von Beginn an zwar diese Etappe. Wer jedoch noch am rein sportlichen Wert des Races interessiert ist, kommt derzeit voll auf seine Kosten.

Der große Bogen nach Süden hat sich als richtig erwiesen. Eine Kaltfront braust aus Südwest heran, und das spanische Team Telefonica bekommt die ersten Ausläufer zu spüren. Während der letzten 24 Stunden konnte der Vorsprung auf die Verteidiger ausgebaut werden, fünf Seemeilen zu Camper auf insgesamt 107 Seemeilen, weitere 25 Seemeilen verlor Groupama und liegt jetzt 313 Seemeilen zurück.

Telefonica schwenkt immer weiter nach Osten ein, und aus taktischer Sicht ist die erste Etappe eigentlich entschieden. Mit dem heranziehenden Wind sollten die Spanier weiter enteilen. Das lässt sich bestens am Race Viewer verfolgen. Dazu muss nur die Windvorhersage eingeschaltet und vorgespult werden. Dabei ist sehr gut die Prognose für die Zugrichtung und Geschwindigkeit der Kaltfront zu sehen. Wie das genau geht, zeigen die Sreeenshots.

  Race ViewerFoto: Volvo Ocean Race Viewer
Race Viewer
  Race ViewerFoto: Volvo Ocean Race Viewer
Race Viewer

Unterdessen arbeitet das Team Sanya unter Zeitdruck an der Reparatur des delaminierten Rumpfes. In Kapstadt wird derzeit eine neue Bugsektion gebacken, die dann an den Rest-Rumpf laminiert wird.

  Die neue Bugsektion von Team Sanya wird gebackenFoto: Paul Todd/Volvo Ocean Race
Die neue Bugsektion von Team Sanya wird gebacken

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