Volvo Ocean RaceAuf dem langen Weg nach Süden

Dieter Loibner

 · 04.11.2011

Volvo Ocean Race: Auf dem langen Weg nach SüdenFoto: IAN ROMAN/Volvo Ocean Race

Der Hafensprint von Alicante ging nahtlos in den Marathon nach Kapstadt über. Nach holprigem Start ging „Groupama 4” auf die Überholspur

Bei böigem, ablandigem Wind nahmen gestern die sechs Teams vor Alicante das erste Teilstück des Volvo Ocean Race in Angriff. An die 60.000 Zuseher sollen’s gewesen sein, als Kronprinz Felipe den Startschuss abfeuerte. Zuerst waren zwei Runden in der Bucht zu drehen, dann erst durfte sich die kleine Flotte auf den 6.500 Meilen langen Weg nach Südafrika machen. Dabei wurde deutlich, wie nass diese Boote auch bei flachem Wasser segeln und wie schwer die kleinen Crews trotz aller Automation zu arbeiten haben, um ihre Fahrzeuge stets am Limit zu bewegen.

  Kiwis geben Gas: Im Hafen setzte sich „Camper" an die Spitze, fiel dann aber zurückFoto: Paul Todd/Volvo Ocean Race
Kiwis geben Gas: Im Hafen setzte sich „Camper" an die Spitze, fiel dann aber zurück

Die allgegenwärtigen Kameras deckten dabei schonungslos die Probleme und Problemchen auf, mit denen das Personal auf kurzen Kursen zu kämpfen hat. Mal war es ein zickiger Gennaker, mal eine Leinenwuhling, mal eine verpatzte Bojenrundung. „Wow, was für ein Start”, gab Abu-Dhabi-Skipper Ian Walker zu Protokoll. „Das waren die chaotischesten 40 Segelminuten, die ich je erlebt habe. Sechs Teams mit nur 10 Seglern müssen diese 70-Fuß- Boote bei Windstärke 6 um einen kleinen Kurs treten …”

  No time to stop: Werbemaskottchen und Extremsurfer Laird Hamilton verabschiedet sich von „Puma"Foto: Chris Hill/Puma
No time to stop: Werbemaskottchen und Extremsurfer Laird Hamilton verabschiedet sich von „Puma"

Am besten konnten das die Neuseeländer auf „Camper with Emirates Team New Zealand” die folglich beim Hinaussegeln aus der Bucht von Alicante vor „Puma Ocean Racing” und den Spaniern von „Team Telefonica” lagen. Vorher mussten die VIP-Gäste, die auf allen Booten mitsegelten, noch kamerawirksam über Bord springen. Das tat auch der französische Fußballstar Zinedine Zidane, der sich rücklings vom Heck der „Azzam” ins Wasser fallen ließ, dem Boot von Abu Dhabi Ocean Racing.

  Superkicker Zinedine Zidane (l.) beim Shakehands mit Kronprinz Felipe. Abu-Dhabi-Skipper Ian Walker (M.) schaut zu. Später ging Zidane über Bord. Und das ganz freiwilligFoto: IAN ROMAN/Volvo Ocean Race
Superkicker Zinedine Zidane (l.) beim Shakehands mit Kronprinz Felipe. Abu-Dhabi-Skipper Ian Walker (M.) schaut zu. Später ging Zidane über Bord. Und das ganz freiwillig

Nicht so gut lief es am Anfang für Franck Cammas und „Groupama 4”, die vor dem Start mit „Puma” kollidierten und dafür Strafkringel drehen mussten. Das machte aber scheinbar wenig aus, denn in der Nacht, nachdem das Feld Cartagena passiert hatte, lagen die Franzosen knapp vor „Telefonica” in Führung. Dahinter „Camper” und „Puma”. Schlusslicht war da das chinesische „Team Sanya”, das mit einem Schiff der vorletzten Generation unterwegs ist.

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