RegattaThe Ocean Race Europe: im Licht der Vendée Globe

Lars Bolle

 · 02.03.2021

Regatta: The Ocean Race Europe: im Licht der Vendée GlobeFoto: Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race
Etappe 11, Start
Das nächste Hochsee-Race steht vor der Tür. Imocas und VO65 segeln vom Atlantik ins Mittelmeer, zwei potenzielle deutsche Teams

Kaum ist die Vendée Globe beendet, werden die Termine für die nächsten großen Events festgezurrt. Eigentlich sollte noch in diesem Jahr The Ocean Race starten, der Nachfolger des legendären Whitbread und Volvo Ocean Race. Dieses wurde jedoch Corona-bedingt auf das kommende Jahr verschoben. Sein kleinerer Ableger jedoch, das The Ocean Race Europe, geht in die finale Vorbereitungsphase und soll zugleich der Auftakt für die Imoca World Series sein.

Gerade gaben die Veranstalter den französischen Ort Lorient als Starthafen bekannt, von dem aus es am letzten Maiwochenende Richtung Mittelmeer gehen soll. Damit sollen offenbar die dort ansässigen französischen Teams motiviert werden. Ziel ist Genua, zwei Etappenhäfen soll es dazwischen geben, welche jedoch noch nicht benannt wurden. Cascais gilt jedoch als sicher.

Sechs Teams werden voraussichtlich auf VO65-Racern teilnehmen, den Booten des vergangenen Volvo Ocean Race. Sechs bis acht Imoca-Teams gelten als interessiert, darunter die von Louis Burton, Thomas Ruyant und auch Alex Thomson.

Zwei deutsche Teams gelten ebenfalls als interessiert. Der Start von Boris Herrmann hängt vom Verkauf seines Bootes sowie von erforderlichen Reparaturen, nicht zuletzt des beschädigten Steuerbord-Foils ab. Über ein Boot und die nötige Crew verfügt auch das Offshore Team Germany, mit Robert Stanjek als Skipper und der Britin Annie Lush als einem von insgesamt vier Crewmitgliedern, mit denen die Imocas bei diesem Rennen gesegelt werden sollen. Eines davon muss eine Frau sein.

Doch wie das gesamte Rennen steht auch die Teilnahme der Deutschen unter Corona-Vorbehalt. "Wir sind in ernsten Vorbereitungen, warten aber die pandemische Lage ab", sagt Teammanager Jens Kuphal.

Artikel teilen:
Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

Meistgelesen in der Rubrik Regatta