OffshoreKiwis sagen dem Volvo Ocean Race ab

Michael Rinck

 · 01.05.2014

Offshore: Kiwis sagen dem Volvo Ocean Race abFoto: AC/Chris Cameron
Das Team New Zealand entscheidet sich für intensivere Vorbereitungen auf den nächsten America's Cup
Team New Zealand rennt die Zeit davon. Jetzt kam die Entscheidung: mehr Vorbereitung für den America's Cup, keine Teilnahme am Volvo Race

Ende Februar erst war überraschend verkündet worden, dass das Team New Zealand in Kooperation mit dem spanischen Team Campos beim Volvo Ocean Race 2014 an den Start gehen würde. Doch der Zeitplan war offenbar zu eng, das Rennen um die Welt startet schon am 4. Oktober dieses Jahres. Jetzt kam die Absage: Die Neuseeländer sind doch nicht beim Volvo Ocean Race dabei.

"Die Zeit war gegen uns", so Grant Dalton, Teamchef der Neuseeländer. Außerdem "existiert das Team New Zealand, um den America‘s Cup zu gewinnen". Auf dieses Ziel werde jetzt das Hauptaugenmerk gelegt.

  Die Neuseeländer beim Ocean Race 2011/12 als Team Camper: Mit dem 2. Platz blieb hier eine offene RechnungFoto: Ian Roman/Volvo Ocean Race Die Neuseeländer beim Ocean Race 2011/12 als Team Camper: Mit dem 2. Platz blieb hier eine offene Rechnung

Beim Volvo Ocean Race 2011/12 segelten die Kiwis als Team Camper auf Platz zwei. Diese offene Rechnung, so hieß es noch im Februar, sollte jetzt beglichen werden. Nach dem zweiten Platz beim vergangenen 34. America's Cup aber ist noch eine weitere Revanche fällig. Und der Cup ist dem Team um Grant Dalton nun einmal wichtiger.

Hatten die Veranstalter des Volvo Ocean Race bisher auf mehr Anmeldungen gehofft, so ist die Absage der Neuseeländer jetzt ein herber Rückschlag. Es bleiben mit Alvimedica, Abu Dhabi Ocean Racing, Team Brunel, Dongfeng Racing Team und dem Frauenteam SCA nur fünf Kontrahenten im Rennen.

Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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