Champions League
Down Under obenauf: Australier besiegen Europas Top-Vereine

Sie kamen, sahen und siegten: Die Royal Sydney Yacht Squadron hat das Champions-League-Finale in St. Moritz gewonnen. Der NRV segelte auf Platz zwei

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 18.08.2019
Sailing Champions League Finale 2019 Sailing Champions League Finale 2019 Sailing Champions League Finale 2019

Sailing Champions League/Sailing Energy/Tomas Maya Sailing Champions League Finale 2019

David Chapmans Team von der Royal Sydney Yacht Squadron war zum ersten Mal in einem Finale der Sailing Champions League am Start. An- und Abreise der Australier hat etwa so lange gedauert wie der Segeleinsatz selbst. Doch der lohnte sich: Auf dem St. Moritzersee trafen die Australier als einzige Übersee-Mannschaft auf 23 europäische Gegner – die besten Teams ihrer jeweiligen nationalen Liga. Kein Problem für die Australier um Skipper David Chapman, die sich nach insgesamt 17 Flights unter den besten vier Teams platzieren konnten und ins Finale einzogen. Dort trafen sie auf die Hauptrundensieger vom dänischen Club Kaløvig Bådelaug, die mit einem Bonuspunkt in das abschließende Kräftemessen einzogen und im Gegensatz zu ihren drei Gegnern nur einen Sieg zum Triumph benötigt hätten. Als zweitplatziertes Vorrundenteam qualifizierte sich dazu das Quartett vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV) ebenso für das Vierer-Finale wie der Kongelik Dansk Yachtklub als zweiter dänischer Club.

Sailing Champions League/Sailing Energy/Tomas Maya Behielten den Durchblick und dominierten auch das Finale mit zwei Siegen in Folge: David Chapman und sein Team von der Royal Sydney Yacht Squadron

Beim Showdown dann zeigte sich die Klasse der Australier: Der erfahrene Skipper, Matchrace-Ass Finn Alexander, dessen Schwester Charlotte Alexander und Zac Quinlan machten kurzen Prozess mit den Gegnern, gewannen souverän zwei Rennen in Folge und entführten den Champions-League-Pokal aus Europas Zentrum nach Down Under. "Wir haben zwei gute Starts hingelegt", so Steuermann Chapman, "das war die Basis für diesen Erfolg." Angesprochen auf die Tatsache, dass die Alexanders beide barfuß zum Triumph segelten, sagte Charlotte: "Das läuft doch bestens! Man hat einfach mehr Gefühl fürs Boot. Also werden wir es auch weiterhin so machen." Das australische Team hatte sich bei einer Liga-Premierenregatta in der Heimat vor dem Opernhaus in Sydney gegen 13 weitere Clubs durchgesetzt und damit die Wild Card für das Champions-League-Finale ersegelt. Womit bewiesen wäre, wie weit man doch mit einer Wild Card kommen kann.

Sailing Champions League/Sailing Energy/Tomas Maya Gute Segel-Aussichten gab es am Wochenende auf dem St. Moritzersee für Europas Liga-Segler bis ins Finale. Da mussten sie sich dann dem einzigen Übersee-Team aus Australien geschlagen geben

Das Team vom Norddeutschen Regatta Verein um Skipper Tobi Schadewaldt freute sich auch über Platz zwei im umkämpften Finale. Die Hamburger segelten souverän durch die Hauptrunde, holten in 17 Fleetraces sechs Siege und kamen in beiden Finalrennen als Zweite hinter den Australiern ins Ziel. Platz drei sicherte sich in frischen Winden auf dem Bilderbuchrevier des St. Moritzersees das dänische Team vom Verein Kaløvig Bådelaug vor den Landsleuten vom Kongelik Dansk Yachtklub. Mit den Mannschaften vom Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW) um Skipper Tim Elsner und vom Württembergischen Yacht-Club (WYC) mit Steuermann Dennis Mehlig konnten sich auf den Plätzen neun und zehn zwei weitere deutsche Clubs in den Top Ten platzieren. Der Wassersport-Verein Hemelingen segelte auf Platz elf, der Bayerische Yacht-Club auf Platz 16 und der Bodensee-Yacht-Club Überlingen auf Platz 21.

Hier  geht es zu den Ergebnissen.

Sailing Champions League/Sailing Energy/Tomas Maya Segelten beim Champions-League-Finale auf Platz zehn: Dennis Mehlig und das Team vom Württembergischen Yacht-Club


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Themen: Sailing Champions League

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