Im Finale der 13. Bundesligasaison hatte sich der Joersfelder Segel-Club 2025 den Rekordmeistern vom Norddeutschen Regatta Verein so knapp geschlagen geben, wie es nur denkbar ist: Die Berliner hatten sich den Hamburgern im Kampf um die Meisterschale punktgleich beugen müssen. Das war hart, denn die Joersfelder haben noch nie Hand an den Silberteller legen können. Der nächste Anlauf ist jetzt erfolgreich angelaufen.
Beim Auftakt zur 14. Bundesliga-Saison siegte an diesem Wochenende der Joersfelder Segel-Club mit 13,69 Punkten vor dem Mühlenberger Segel-Club – den Saison-Dritten von 2025. Die Nerven und den Überblick wahrten im bayerischen Flauentenschach JSC-Steuermann Christoph Cornelius, Nicolas Thierse, Jannik Gabriel und Daniel Schwarze.
Der Mühlenberger Segel-Club erkämpfte sich mit dem erfahrenen Steuermann Till Krüger und den weiteren 2024er-Meistern Lynn Hafemann, Benjamin Ahlers und Jasper Thorns in nur acht von 16 geplanten Läufen mit 16 Punkten Platz zwei. Auf den dritten Podiumsplatz segelte der Potsdamer Yacht-Club (21 Punkte).
Das Feld von hinten aufrollen musste nach dem letzten Rang im ersten Rennen und schwierigem Start in den leichten und drehenden Bedingungen die achtmaligen Rekordmeister vom Norddeutschen Regatta Verein. Im Endspurt des Liga-Kurzprogramms reichte es nach nahezu total flauem Samstag am Sonntag für Mats Schönebeck, Henrik Peters, Ferdinand Pfund und Moritz Gießelmann noch zu Platz sieben. Das junge NRV-Erfolgsquartett hatte 2025 maßgeblichen Anteil am NRV-Triple: zum achten Meistertitel in der Bundesliga hatten sie den Sieg in der Junioren-Liga und den Sieg in der Champions League der Junioren hinzugefügt.
Am Finaltag war es mit Winden zwischen zehn und zwölf Knoten sehr versöhnlich losgegangen, bevor ein kräftiges Gewitter mit Hagelschauern anrückte. Danach waren in erneut sehr leichten und drehenden Winden nur noch wenige Wettfahrten möglich. Zu den Erstliga-Ergebnissen vom Bundesliga-Auftakt auf dem Starnberger See geht es hier.
Auch die Zweitligisten eröffneten die Saison auf dem Starnberger See. Dabei wurden die Gastgeber sportlich nur teilweise für ihr Engagement belohnt: Der Münchner Ruder- und Segelverein “Bayern” von 1910 holte Platz zehn. In den ebenfalls nur acht acht Rennen pro Zweitligist konnten sich Steuermann Moritz Pich und seine Crew auch über zwei Tagessiege freuen. Der Deutsche Touring Yacht Club kam beim Bundesliga-Einstieg in die neue Saison noch nicht über Platz 16 hinaus.
Durchgesetzt hat sich im Zweitliga-Konzert an diesem Wochenende die Crew vom Lübecker Yacht-Club mit Bosse Fahrenkrog am Steuer. Auf die Plätze zwei und drei segelten beim ersten Saison-Event der 2. Bundesliga der Frankfurter Yachtclub mit Steuermann Felix Laukhardt und die Crew der Seglervereinigung 1903 Berlin um Erik Witzmann. Weniger gut lief es für das zweite Team aus der Marzipanstadt: Der Lübecker Segler-Verein von 1885 markiert zum Zweitliga-Saisonauftakt das Schlusslicht.
An Land haben die beiden gastgebenden Zweitliga-Vereine den rund 150 Seglern, ihren Teams, Freunden und Fans einen freundlichen und lebendigen Bundesliga-Hafen geboten. Im Team mit dem Bayerischen Yacht-Club und dem Münchner Yacht-Club sorgten die Ausrichter vom Münchner Ruder- und Segelverein “Bayern” von 1910 und dem Deutsche Touring Yacht Club für Beachclub-Stimmung und einige Abwechslung.
Für das zweite Bundesliga-Event der 14. Saison bleibt die Flotte im Süden: Der Bayerische Yacht-Club empfängt Erst- und Zweitligisten vom 1. bis zum 3. Mai erneut am und auf dem Starnberger See. Für Mai ist die nächste Mitgliederversammlung des Deutsche Segel-Liga e.V. geplant, in der es nach dem Umbruch um weitere Weichenstellungen für die Zukunft gehen soll.

Freie Reporterin Sport