Tatjana Pokorny
· 21.03.2022
Keine Frage: Tom Slingsby und sein Team Australia ziehen als Tabellenführer und Top-Favoriten in das große Finale der zweiten SailGP-Saison ein. Am kommenden Wochenende, dem 26. und 27. März, geht es für sie und ihre stärksten Konkurrenten in der Bucht von San Francisco zwischen Golden Gate Bridge und Alcatraz um eine Million US-Dollar Preisgeld! Das Motto: The winner takes it all – den Geschlagenen wird nur die Hoffnung auf bessere Zeiten in der neuen Saison bleiben.
Auch keine Frage: Mindestens Jimmy Spithill und sein Team United States sowie auch Nathan Outteridge und Team Japan rechnen sich bei engen Punktabständen in den Top Drei noch gute Chancen aus, die Australier vom Thron zu schubsen. Die führen das Klassement nach sieben von acht zweitägigen SailGP-Regattagipfeln mit 55 Punkten und zwei Zählern vor den USA (53 Punkte) sowie vier Zählern vor Japan (51 Punkte) an. Die viertplatzierten Spanier mit Steuermann Phil Robertson haben bei 43 Punkten schon zwölf Zähler Rückstand auf Australien. Hier geht es zur Saisonwertung nach sieben von acht Regatten (bitte anklicken!).
Viermal schon konnten sich in der zu Ende gehenden Saison die grün-gelben Dominatoren aus Down Under durchsetzen. Slingsby steuerte sie in England, Dänemark, Spanien und vor der eigenen Haustür in Sydney zum Sieg. Zweimal triumphierten Outteridge und seine Crew unter rot-weißer japanischer Flagge. Keinen Sieg, aber dennoch konstant gute Ergebnisse führten Jimmy Spithill und die Amerikaner an die zweite Tabellenposition. Als erste Mannschaft eröffneten die Finalgastgeber jetzt das Training auf den F50-Geschossen des SailGP. Vor San Francisco absolvierten sie ihre Auftaktrunden genau dort, wo Jimmy Spithill 2013 im America’s Cup mit dem Oracle Team USA der legendäre Comeback-Sieg gegen die Kiwis gelang. Was geht diesmal für den kampfstarken Australier, der wie damals auch jetzt im SailGP unter amerikanischer Flagge angreift? Spithill lässt in einem ersten Ausblick Erinnerungen an den historischen Sieg vor neun Jahren anklingen: „Der Event ist beinahe ausverkauft. Ich kann den großen Auflauf am Wochenende kaum erwarten. Es ist toll zu sehen, wie groß das Interesse ist. Es wird ein massives Ereignis vor Heimpublikum werden, und ich freue mich sehr darauf. Wir sind die Außenseiter, aber das ist in San Francisco keine schlechte Sache…“
Auch Tom Slingsby, Weltsegler des Jahres, Olympiasieger, America's-Cup-Gewinner, Motten-Weltmeister in Serie und bodenständig gebliebener Tausendsassa unter Segeln, hat mit seiner Crew inzwischen die ersten Tests im kalifornischen Revier absolviert. Der 37-Jährige sagt: „Die Bedingungen in der Bucht sind großartig. Das Niveau auf dem Wasser ist hoch, und es war hart, Vorteile gegenüber unseren Rivalen zu erkämpfen. Das US-Team sieht stark aus, aber wir sind sicher mit im Spiel. Das ist verheißungsvoll für das große Finale." Bei Lust auf einen Vorgeschmack geht es hier zum Rückblick auf die vorletzte Regatta der Saison in Australien (bitte anklicken!).
Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz können die Rennen am 26. und 27. März live via SailGP-App, bei Facebook und bei YouTube (bitte jeweils anklicken!) verfolgen. Gesegelt wird im Mubadala United States SailGP an beiden Tagen nach Plan zwischen 14 und 15.30 Uhr Ortzeit und damit jeweils ab 22 Uhr deutscher Zeit.

Freie Reporterin Sport