Der deutsche SailGP-Rennstall hat neue nationale und internationale Partner gewonnen. Zu den bisherigen vier Anteilseignern kommen die Viessmann Generations Group (3,5 Prozent) und die internationale Gruppe Bolt Ventures (27 Prozent) dazu. Hinter Bolt Ventures steht neben anderen der internationale Profisport-Anleger David Blitzer. Teammitgründer Thomas Riedel bleibt mit rund 56 Prozent Mehrheitseigner des Rennstalls. Sebastian Vettel hält 7,1 Prozent.
Weitere Gesellschafter sind schon länger Wacken-Festival-Initiator Holger Hübner und mit Ralf Reichert der Gründer der E-Sport-Liga ESL. Zu den Neueinsteigern zählen jetzt auch die Investmentgesellschaft Blue Pool Capital aus Hongkong, Finanzinvestor Lester Fernandez (Segovia Capital/McGill University/Montreal) sowie der Fußballprofi Maximilian Arnold.
Der Kapitän des Bundesligisten VfL Wolfsburg erklärte: “Durch den engen Austausch mit Thomas Riedel habe ich schnell gemerkt, wie viel Innovationskraft und sportliche Exzellenz in diesem Projekt steckt. Seine Vision und Leidenschaft für das Projekt hat mich sofort abgeholt.” Bekannt ist Riedel in der Bundesliga auch, weil sein Schiedsrichter-Kamerasystem RefCam nach der Premiere 2024 bei den Spielen eingesetzt wird. Ebenso ist Riedel-Technologie im SailGP gefragt.
Die ursprünglich 2023 für 20 Millionen Euro erworbene deutsche SailGP-Teamlizenz wird nach Teamauskunft und Liga-Einschätzung aktuell mit rund 50 bis 70 Millionen Euro bewertet. Darüber hatte Yacht online auch hier berichtet. Die Erweiterung des Gesellschafterkreises, so heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Germany SailGP Teams zum Investorenthema, “stärkt die wirtschaftliche Basis des Teams und soll insbesondere die sportliche Performance, technologische Weiterentwicklung sowie den Ausbau der internationalen Marken- und Vermarktungsaktivitäten vorantreiben”.
Die Gründer und Träger des deutschen Rennstalls verstehen das Engagement der neuen Investoren und Partner als Vertrauen in den Kurs des deutschen Teams. Und erleben den Zuwachs auch als willkommene Stärkung bei der Suche nach weiteren Sponsoren für ihren Einsatz in der Weltliga SailGP. Hier ist aktuell die Deutsche Bank der größte Partner.
Sebastian Vettel sagte als Mann der ersten Stunde im Germany SailGP Team: “In vielerlei Hinsicht erinnert mich der SailGP an die Formel 1: Hightech, datengetrieben, mit extrem kleinen Margen. Dieser sportliche Anspruch war einer der zentralen Gründe dafür, das deutsche Team aufzubauen und Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Umso mehr freue ich mich, dass engagierte Partner diesen Weg nun mitgehen.”
Mitgründer, Dirigent und Lenker Thomas Riedel hatte schon beim Startschuss seines Engagements gesagt, dass es für den Aufstieg des deutschen Rennstalls in der rasenden Weltliga des Segelsports weitere starke Partner brauche. Der Telekommunikationsunternehmer sagte mit Blick auf die nun gewachsene Investorenfamilie: “Von Beginn an war es unser Ziel, das Team nicht allein, sondern gemeinsam mit starken Partnern aufzubauen. Nachdem sich das Modell sportlich und operativ bewährt hat, konnten wir Investoren gewinnen, die sich aktiv einbringen wollen.”
Das schafft eine solide Basis für die nächste Entwicklungsphase.” Thomas Riedel
Der CEO des Germany SailGP Teams blickt mit der gewachsenen Investorengruppe und neu gewonnener Stärke positiv in die Zukunft. Tim Krieglstein sagte zu den jüngsten Entwicklungen: “SailGP hat sich zu einem Ligasystem mit klarer wirtschaftlicher Struktur entwickelt. Dass sich Investoren gezielt für unser deutsches Team entscheiden, zeigt, dass unsere Arbeit und unser Wachstum innerhalb der Liga als relevant und belastbar wahrgenommen werden.”
Der nächste Belastungstest kommt für Team Germany und die anderen zwölf Rennställe mit Event zwei der neuen sechsten Saison am 14. und 15. Februar in Auckland, wo mit mehr als 30.000 Fans ein neuer Zuschauerrekord erwartet wird.