Aufregende XL-Segelaction in einem deutschen Revier erleben? Sassnitz macht es nach der gefeierten SailGP-Premiere im vergangenen Jahr auch in diesem Sommer mit dem Rockwool Germany Sail Grand Prix möglich. Zum zweiten Mal in Folge gastiert die Segel-Formel 1 auf Rügen und serviert ihre Rennen wie sonst Sydney, New York oder Rio de Janeiro auf der Ostsee direkt vor den Großtribünen am Ufer und auf der berühmten Hafenmole.
Mehr als 13.000 Zuschauer feierten den deutschen Stopp der Welttour im August 2025 übers Wochenende. In diesem Jahr werden voraussichtlich noch einmal rund 1000 Plätze mehr auf den Tribünen geschaffen. Hier reagiert die Liga erfahrungsgemäß bis zuletzt flexibel auf die Nachfrage. Die Tickets für Samstag sind aktuell ausverkauft.
Für Sonntag sind noch Karten für die Tribüne im Rennstadion ab 98 Euro zu haben. Karten für Kinder ab fünf Jahren und Jugendliche bis 17 Jahren kosten 59 Euro. Für Familien mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern gibt es deutlichen Rabatt. Ob es noch einmal neue Angebote für Wochenendtickets beim Rockwool Germany Sail Grand Prix gibt, war zuletzt offen.
Natürlich sind Tausende bereits verkaufter Tickets nicht alles, was es fürs SailGP-Wochenendevergnügen braucht. Gerade Segler, die auf eigenem Rumpf Kurs auf Rügen nehmen wollen, sollten jetzt aktiv werden. Noch ist die ”BYOB”-Ticket-Funktion via SailGP nicht aktiviert. Sie soll im August kommen. So oder so braucht es aber für interessierte EIgner und Crew, die mit ihrem Boot dabei live sein wollen, eine Reservierung für einen Liegeplatz.
Wer im Event-Zentrum im Stadthafen Sassnitz liegen möchten, der in diesem Jahr anhand von über 95.000 Kundenbewertungen im Bereich Kundenzufriedenheit zur Nummer eins gewählt wurde, reserviert den Liegeplatz dafür besser sehr bald. “Wer schnell ist, hat noch eine Chance”, sagt Danco Lewin vom Stadthafen Sassnitz, zuständig für Sporttourismus und Event-Marketing Rügen-Vorpommern. Hier geht es zum Stadthafen Sassnitz, der Marina und den Kontaktdaten für den Hafenmeister.
Anders als im vergangenen Jahr, startet die traditionsreiche Sail Sassnitz in diesem Jahr bereits ein Wochenende vor dem SailGP-Gipfel am 14. August und endet dann mit dem SailGP-Finale am 23. August. Was für Segelsportfans vor Ort, solche, die es werden wollen, aber auch alle anderen Sommergäste viel Schiffiges nach Sassnitz bringt. “Traditionssegler sind an beiden Wochenende da”, sagt Danco Lewin.
Die Unterkünfte in Sassnitz (bis rund 4000 Gästebetten) sind im Vergleich zum Vorjahr recht drastisch gestiegen, aber inzwischen trotzdem fast ausgebucht. Vereinzelt kann der Tourist-Service Sassnitz noch helfen oder Tipps geben. Das Ausweichen ins touristisch gut geübte benachbarte Binz (insgesamt bis fast 20.000 Gästebetten) ist auch eine Möglichkeit. 15 bis 20 Autofahrminuten liegen zwischen den beiden rund dreizehneinalb Kilometer Luftlinie voneinander entfernten Orten, die auch durch öffentliche Verkehrsmittel miteinander verbunden sind.
Wer schon in den Wochen vorher vor Ort ist, profitiert von einer weiteren Verbesserung, die von den Sassnitzern mit den SailGP-Premierenerfahrungen eingeführt wurde: Weil der Tribünenaufbau für das Rennwochenende den Molenzugang und damit auch den Zugang zum Leuchtturm schwierig gemacht hatten, gibt es jetzt im ersten Testlauf von Dienstags bis Donnerstags einen Hafenshuttle, der Besucher vom Fischereihafen (bei den Kutterfischern) zum letzten Drittel der Mole bringt, von wo aus zum Leuchtturm gewandert werden kann.
Wer zum SailGP mit der Bahn anreist, kann den Hafen über die Hafenbahn oder auch barrierefrei über die Fußgängerbrücke erreichen. Wer aufs Auto nicht verzichten kann, behalte im Hinterkopf, dass Sassnitz an den beiden SailGP-Event-Tagen zwischen 10 und 15 Uhr für den Autoverkehr gesperrt ist. Die Durchfahrt ist dann nur noch mit Sondergenehmigung möglich.
Der Tipp dazu: Man hat seinen Parkplatz entweder vorder Sperrzeit erreicht und verlässt ihn erst danach wieder oder fährt beispielsweise den Park & Ride-Parkplatz am Fährhafen Mukran an und nimmt von dort den Shuttle zum Eventgelände im Stadthafen Sassnitz. Dort können auch Besucher viel erleben, die keine SailGP-Karten mehr bekommen konnten. “Der Hafen wird auch in diesem Jahr wieder öffentliche Bereiche haben, wo auch Zuschauer ohne Tickets die Atmosphäre genießen können”, sagt Danco Lewin.
Sichtbarster Spaß des familiär geprägten Unterhaltungsprogramms ist das Riesenrad, das möglicherweise ganz besondere Blicke auf die SailGP-Flotte bieten könnte. Im Hafen, wo viele Stände lokaler Anbieter, Kinderaktivitäten und weitere Unterhaltung geboten werden, könnten kleine und große Gäste auch auf eines der beiden “lebendigen” Mainzelmännchen treffen, die dort das intensive ZDF-Engagement bewerben.
Das ZDF ist mit eigenem Stand und einem rund zehnköpfigen Moderatoren-, Reporter- und Technikteam vor Ort. Die SailGP-Rennen werden live im TV-Programm (nicht wie sonst im Streaming) übertragen. Amelie Stiefvatter, Moderatorin Kristin Recke (mit Co-Kommentator Felix van den Hövel) und Reporter Nils Kaben sind mit ihrem ZDF-Team im Sassnitz-Einsatz.
Einer von vielen guten Tipps der Einheimischen für alle, die es nach Sassnitz zum SailGP an der Ostseeküste zieht: Wer zwischendurch Lust auf Stremellachs oder ein frisches Fischbrötchen, findet an der Außenmole die “MS Friederike – Der Schwimmende Fischimbisss”. Nicht nur dort werden Köstlichkeiten “Made in Sassnitz” angeboten.

Freie Reporterin Sport
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